Erste Male

Gestern war ich das erste Mal seit der Geburt der Wundermädchen im Kino. Es war das Weihnachtsgeschenk für meine Mutter, sie suchte sich den Film „Vaterfreuden“ aus. Es war schön, ich habe gelacht, der Film war gut gemacht, ich hatte Popcorn, aber… Ja, aber.

Wisst ihr, worum es in dem Film geht? Ganz grob: Felix spendet seinen Samen, weil er Geld benötigt, hat danach aber einen kleinen „Nagerunfall“, der ihn steril macht. Er will seinen Samen zurück, damit er irgendwann Vater werden kann. Jedenfalls gerät er an ein Paar, wo er glaubt, der biologische Vater des ungeborenen Kindes zu sein. Die Beziehung des Paares ist jedoch eher eine Katastrophe (wie könnte es auch anders sein…).

So viel zum Inhalt. Und nun zu meinem „Aber“. Ich bin nun Mutter. Ich habe zwei wundervolle Mädchen und einen Mann, der diesen weiten Weg zum Eltern werden ohne wenn und aber mit mir gegangen ist. Ich mache mir keine Sorgen um meine Ehe. Und trotzdem hat dieser Film mich zutiefst erschüttert. All diese alten Emotionen, diese tiefe Verzweiflung, dieser dringende Wunsch… all das wohnt noch in mir. Diese Zeit hat Spuren hinterlassen, das wusste ich. Aber dass sie immer noch so präsent sind und dass diese Gefühle mich immer noch so treffen, hat mich doch überrumpelt.

Als ich gestern nach Hause kam, saßen meine drei Schätze im Bett und strahlten, weil ich wieder da war. Ich habe ein unglaubliches Glück, das weiß ich auch. Jetzt muss ich nur noch überlegen, wie ich diese alten Gefühle wieder los werde.

Geht es euch ähnlich? Wie geht ihr damit um?