(Nachgereicht:) Ein besonderes Wochenende

liegt hinter uns. Wir waren in Nordirland, begleitet von vielen kleineren und größeren Katastrophen und sind seit Montag wieder zurück zu Hause.

Freitag Morgen starteten wir mit einer erkälteten M., die auch leichtes Fieber hatte. Aber es half ja nichts. Sie bekam Medikamente und los ging es zum Flughafen, der 1,5 Autostunden von uns entfernt ist. Dort haben wir unser Auto an einen Parkservice abgegeben, die beste Idee, die wir haben konnten. Alles war hektisch, Kinder raus, Koffer raus, Vertrag unterschreiben… So hektisch, dass ich mein Handy im Auto liegen ließ und es erst merkte, als der Wagen längst weg war. Seufz. Zuerst hatte ich Angst, es sei gestohlen worden, aber ein Anruf beim Parkservice und ein späterer Rückruf ergab, dass es im Auto lag und sie es für mich verwahren würden. Uff.

Check In verlief ohne Probeme, anschließend brachen wir gleich zum Gate auf. Dort durften die Kinder noch toben, bis endlich das Boarding startete. Familien mit kleinen Kindern durften zuerst ins Flugzeug, das war echt gut.

Der Start verlief ohne Probleme, die Kinder flogen wie die Profis. Wir hatten einen Flug voller Turbulenzen, das war ja gar nichts für den Papa, der mit Flugangst unterwegs ist. Wegen der Kinder riss er sich aber gut zusammen, beschloss jedoch, dass er nach dem Rückflug sehr lange nicht fliegen würde.

Endlich landeten wir in Dublin (Belfast liegt sehr viel näher am Wohnort seiner Schwester, bezahlbare Flüge dorthin waren aber nicht aufzutreiben), eroberten unsere Koffer und machten uns auf den Weg unseren Leihwagen abzuholen. Und trotz vorreserviertem Auto bekamen wir a) ein völlig Anderes als das Bestellte und b) dauerte es 1,5 Stunden, bis wir ENDLICH drin saßen. Das Warten mit müden, hungrigen Kleinkindern inmitten anderer müder, wartenden Reisender war echt anstrengend. Kaum im Auto schliefen die Damen und so schafften wir es flüssig bis Belfast. Dann erwachten die Zwei gleichzeitig und hatten HUNGER, und zwar sofort. Ich schäme mich ein klitzekleines Bisschen, aber unsere erste Mahlzeit auf irischem Boden war beim goldenen M. Das mit der Bestellung lief so mittelgut, im Groben bekamen wir, was wir bestellten, nur viel mehr, als wir wollten. Ich bekam zum Beispiel 3x Cola statt einmal. Und das Englisch meines Gegenübers verstand ich exakt gar nicht.

Von Belfast aus war es nicht mehr weit zu meiner Schwester. Nach 12 Stunden Reisezeit waren wir endlich angekommen. Die Kinder haben die Strapazen erstaunlich gut mitgemacht. Und am Ziel war es traumhaft schön. Direkt am Meer, herrlich!

Die Kinder sammelten bereits am ersten Abend fleißig Steine und Muscheln, um sie anschließend wieder ins Meer zu werfen. Sie freuten sich über alles und fühlten sich wohl.

Am Samstag machten wir einen Ausflug zum Giants Causeway. Ein typisches Touriziel, und wir mittendrin. M. war allerdings gar nicht gut auf unsere Pläne zu sprechen. Sie hatte dort einen Wutanfall nach dem Anderen und da wir ohne Kinderwagen unterwegs waren, musste ich das wütende Kind bei brütender Hitze schleppen. Uff. Ich schätze, da muss ich noch mal hin, in Ruhe, damit ich es genießen kann.

Sonntag ließen wir es ruhig angehen. Ein bisschen spazieren, Spielplatz am Meer… Das entsprach mehr den Wünschen der Kinder und war ein angenehmer Tag.

Montags hieß es schon Abschied nehmen, und bis auf die Tatsache, dass unsere Rückflug Verspätung hatte und die Kinder völlig übermüdet am Gate tobten, verlief der Rückflug ruhig. Eine nette Mitreisende schaffte es vorm Boarding, die Damen und die der Verzweiflung nahen Eltern zum Lächeln zu bringen. Sie malte Ihnen mit Kugelschreiber Bilder auf die Hände, die sie Beschäftigten, bis wir ENDLICH im Flugzeug saßen. Die Kinder schliefen noch vorm Flug und wachten erst in Düsseldorf wieder auf. Herrlich!

Das Wochenende war ein wilder Ritt, anstrengend und wunderwunderschön. (Nord-)Irland, wir kommen mal wieder. Bestimmt!

Advertisements

Bald. 

Meine Schwester weilt in Irland wegen ihres Studiums. Es sind nur drei Monate, aber es ist doch eine lange Zeit. Wir haben sie nun schon so lange nicht gesehen. 

Schon lange haben wir hin- und hergerechnet ob wir einen Besuch hinbekommen und zuerst dachten wir, ich fliege allein, weil alles andere finanziell nicht drin ist. Denn die Kinder sind über zwei und ihre Flüge sind „nur“ 33% ermäßigt. Immerhin, aber für ein langes Wochenende dort waren wir bei über 1500€ für die Flüge und die Unterkunft. Und es entstehen natürlich noch mehr Kosten. Für vier Tage einfach viel zu viel (für uns). Also berichtete ich meiner Schwester, dass ich sie allein besuchen komme (sie wusste gar nicht, dass wir vorhatten, sie zu besuchen), und nach einigem Überlegen fanden wir dann doch eine Lösung: Matratzenlager in ihrem Zimmer. Nehmen wir. Und nun fliegen wir alle und müssen nur den Flieger bezahlen (und natürlich die Kosten vor Ort).

Aaaaah! Fliegen! Mit Kleinkindern! Wir selbst sind noch nicht oft geflogen und nur einmal gemeinsam (in 10 Jahren, ist das zu glauben?), denn der Wundermann hat Flugangst. Ich brauche also all eure Tipps! Egal was hilft uns die Flugzeit mit Kleinkindern so angenehm wie möglich zu machen, ich will es wissen. Jetzt seid ihr dran, ich bin schon sehr gespannt.