Des Rätsels Lösung. Shortie. 

Weil wir im Urlaub sind und ich die Zeit genießen will, hier eine ganz kurze Auflösung, warum M. nicht mehr in den „Kigaga“ wollte: 

M. war einige Male windelfrei im Kindergarten. Ich lasse sie immer selbst entscheiden, ob sie eine Windel möchte und das klappt ganz gut. Etwas daneben geht nur sehr selten. Abgesprochen habe ich im Kindergarten, dass sie ihr nur eine Windel anziehen, wenn sie das möchte. Ich hätte wohl auch noch mal sagen sollen, dass sie sie nur auf die Toilette setzen sollen, wenn sie das will. Denn leider erfuhr ich von einer anderen Mutter, die noch eingewöhnt, dass M. mehrmals gegen ihren Willen auf die Toilette gesetzt wurde und eine Windel bekam, wenn sie nichts machte, und das Ganze von einer fremden Erzieherin, die normalerweise nicht in die Gruppe gehört. 

Tjanun. Da meine Mädchen Dienstag krank wurden und nur noch am Freitag im Kindergarten waren, wartet das entsprechende Gespräch mit dem Kindergarten bis nach dem Urlaub. Jetzt genießen wir erst mal Familienzeit. 

Dinge, die ich mir abgewöhnen sollte: Kommentare persönlich nehmen

Und doch ist es schon wieder geschehen.

Ich gewähre euch einen kleinen Einblick in mein Leben. Es sind Ausschnitte, Puzzleteile, Blitzlichter in mein Leben. Diese Bruchstücke sind sehr persönlich, aber man darf auch nie vergessen, dass es eben nur ein kleiner Teil unseres Lebens ist. Ein Urteil über uns und unser Leben ist daher eher nicht möglich, würde ich meinen.

Liebe Märchenkönigin, ich zitiere dich jetzt mal:

Hm, also ich finde, liebe Emma, das klingt ein bisschen verrückt. Was heißt denn der Wundermann “würde” übernehmen? Seit ihr nicht gleichberechtigt für eure Kinder da? Wäre es nicht eine Chance, dass er dich mehr unterstützt und dir evtl. sogar eine Nacht “kinderfrei” ermöglicht, damit du dich mal ausschlafen kannst?
Ich kann gar nicht glauben, dass die Wundermädchen nur auf dich fixiert sind. Ich meine, sie sind bald 2 Jahre! 2 Jahre, in denen der Papa nicht eine Nachtschicht übernommen hat? Was ist mit Oma und Opa? Andere Familie/Freunde?
Das soll jetzt nicht zu harsch klingen, aber ich kann mir das nur absolut so überhaupt nicht vorstellen. Es würde mich wahnsinnig machen, wenn ich wüsste, dass meine Kinder so abhängig von mir sind. Mit der Angst was dann ist, sollte mir etwas zustoßen, könnte ich gar nicht leben…

Vielleicht bin ich auch einfach ein (Groß)familiemensch. Bei uns haben die Großeltern von Anfang an babygesittet, wenn wir bei ihnen zu Besuch waren. Und ins-Bett-bringen übernehmen auch mal Tante oder die Oma. Nicht von Anfang an, klar. Aber so mit 8 Monaten oder so haben wir es zum ersten mal ausprobiert und es klappte gut. Oder Freunde haben Babygesittet, damit wir mal wieder ins Kino gehen können. Und heute freut sich die Prinzessin immer, wenn die Oma auf sie aufpasst oder eine meiner Schwestern sie betüttelt, wenn sie uns besuchen. Das ist einfach ganz normal und geht Hand in Hand mit uns Eltern. Ich genieße das sehr, dass ich in diesen Momenten die Verantwortung auch mal kurz abgeben kann und die Prinzessin lernt kennen, dass jeder die Dinge auf seine Art tut.
Momentan haben wir wieder ein Baby im Haus, das zudem nachts grottig schlecht schläft. 😉 Deswegen bin ich auch gerade etwas müde… wie das so ist. Dennoch gönne ich mir ab und an eine kleine Auszeit und hole tagsüber Schlaf nach, wenn die Schwiegerma oder meine zu Besuch sind und lasse den Prinzen so lange bei ihnen. Ihm geht es gut dabei, die beiden lernen sich ein Stück näher kennen und ich tanke neue Energie für den trubeligen Alltag mit zwei Kindern. Das als kleine Erklärung für meine Verwunderung.
Ich hoffe, du findest einen Weg, wieder etwas mehr Zeit nur für dich zu haben. Ich glaube “Loslassen” ist ein großer Baustein auf dem Weg dahin.

Wo soll ich da nur anfangen? Puh. Gucken wir mal Stück für Stück.

Du startest erst mal beleidigend. Verrückt klinge ich also. Aha. Um dann direkt Fragen hinterher zu schieben, die unser Familienkonstrukt hinterfragen. Aber harsch soll das nicht klingen. Haha.

Ob wir gleichberechtigt für unsere Kinder da sind? Wenn du damit meinst, ob wir die Zeit und die Aufgaben 50/50 teilen, dann nein. (Nach meiner Definition aber sehr wohl. Die kann aber nur Quatsch sein, also erkläre ich das nicht weiter.) Der Wundermann arbeitet, und das sechs Tage in der Woche. Er verlässt spätestens um sieben das Haus und ist gegen achtzehn Uhr zurück, Samstags kommt er nachmittags heim. Er verdient das Geld für unseren Lebensunterhalt, egoistisch wie er ist.

Ein Großelternpaar wohnt nebenan. Sie sind erst Mitte 50 und auch beide voll berufstätig. Sie nehmen die Kinder gern, sie entlasten mich immer, wenn die Zeit es erlaubt.

Das andere Großelternpaar, bestehend aus meinem Vater (berufstätig) und meiner Mutter (sehr krank) hilft auch wo sie können. Das heißt, dass meine Mutter einmal in der Woche vormittags die Kinder hier bei mir zu Hause betreut, damit ich Dinge erledigen kann, die ich sonst nicht schaffe. Und das findet hier statt, da sie sich das allein nicht zutraut (sie ist krank).

Du würdest an meiner Stelle wahnsinnig, weil die Kinder so abhängig von mir sind? Schön wäre, du hättest alles gelesen, denn dann wüsstest du auch, dass die Kinder seit Anfang Januar krank sind. Ich weiß ja nicht, wie es bei dir ist, aber meine Kinder sind besonders auf mich fixiert, wenn es Ihnen nicht gut geht, denn ich bin ihre Hauptbezugsperson.

Meine Kinder sind bald zwei Jahre, wie du richtig bemerkt hast. Und in diesen zwei Jahren teilt der Wundermann (bis auf ca. 3 Wochen) das Familienbett mit uns und somit auch jede Nachtschicht.

Ich gehe einmal in der Woche arbeiten, da bringt der Wundermann die Kinder zu Bett. Ich gehe regelmässig zum Mädchenabend oder mache was Schönes, wo auch der Wundermann allein übernimmt.

Wir haben zwei Kinder, die gleich alt sind. Daher bringen wir sie abends im Teamwork zu Bett. Weil es so leichter ist, schneller geht, entspannter und schöner ist. Weil wir es so wollen. Die Kinder gehen problemlos mit Oma oder Wundermann ins Bett, nur kontrollieren Sie in der darauffolgenden Nacht dauernd, ob ich noch da bin. Sie sind erst fast zwei, ich finde es normal, dass sie ihre Hauptbezugsperson brauchen.

Wenn du alles gelesen hättest, wüsstest du, dass das Hauptproblem ist, dass die Mädchen krank sind. Zuvor waren die Nächte so, dass sie kein Problem für mich darstellten. Auch das erwähnte ich in diesem Post. Somit ist das Schlafproblem temporär und schlaucht mich jetzt gerade. Ich bin aber so eine Helikopterübermutti, dass ich es nicht übers Herz bringe, sie krank nachts ohne ihre Hauptbezugsperson zu lassen. So what.

(Im Übrigen übernehmen die Großeltern die Kinder auch immer wieder, damit wir Eltern Zweisamkeit miteinander haben können. Wenn die Kinder gesund sind.)

Liebe Märchenkönigin, heute ist Montag und noch dazu habe ich PMS, ich wollte also nicht harsch klingen. Danke, dass du mir gezeigt hast, dass ich selber schuld bin. Nun weiß ich es besser und werde ab heute alles besser machen.

Ihr Lieben,

ich freue mich eigentlich über jeden Kommentar. Ich nehme von hier viel mit, auch die Kritik der Märchenkönigin bietet doch noch etwas, was ich überdenken kann. Aber bitte lest erst alles. Und irgendwie macht auch der Ton die Musik. Angegriffen werde ich nicht gern, erst recht nicht von Menschen, die uns nur aus den Ausschnitten kennen, die ich hier zeige.

Ich schätzte die Märchenkönigin und las auch ihren Blog. Wir hatten hoffentlich beide nur einen schlechten Tag. <(Edit: Ich las ihre neueren Posts erst nach Veröffentlichung von diesem Post hier. Wir haben wohl keine Übereinstimmungen mehr.)

Meine Oma sagt immer: „Wenn man nichts Nettes zu sagen hat, hält man besser den Mund.“ Daran hätte ich mich heute vielleicht auch halten können, aber: Von Perfekt bin ich weit entfernt.

Und nun gehe ich wieder die kranken Mädchen beglucken.

Die unendliche Geschichte mit dem Po.

Unser Kinderarzt. Hachjanun. Ich glaube, wir sind bei ihm gut aufgehoben. Er scheint zu wissen was er tut, ist sehr gründlich und genau und bemüht sich immer um eine gute Lösung. Bei A.’s wundem Po z.B. hat er sich auf Ursachenforschung begeben und hat auch etwas gefunden. Es heilte ab, sie war nicht mehr wund. Der Juckreiz aber verschwand nicht. Sie hatte immer komische Ränder und kratzte sich wirklich tief blutig, wenn sie konnte. Wir haben abenteuerliche Routinen beim Wickeln entwickelt, damit sie sich nicht kratzen kann, baden nur mit Badehose, nackt im Sommer draußen spielen war für sie auch keine Option. Keine Salbe half. Nun waren wir neulich beim Impfen und ich bat den KiA noch mal einen Blick darauf zu werfen. Das tat er und ordnete an, dass ich ihr Zink als Nahrungsergänzung gebe. Ein richtiges Gespräch mit ihm war nicht möglich, da ich zwei um ihr Leben schreiende Kinder dabei hatte. Ich ging dort also und fand das alles noch nicht so schlimm. Dann befragte ich zu Hause das Internet, um herauszufinden, welche Nahrungsmittel viel Zink enthalten, denn diese Ergänzungsmittel finde ich nicht so gut. Vor allem nicht, wenn man es auch leicht über die Ernährung regeln kann. Und bei dieser Recherche fühlte ich mich von Klick zu Klick schlechter. Denn überall war zu lesen, dass ein Mangel hauptsächlich durch Fehlernährung auftritt. Oder man leidet an einer schweren Erkrankung. Zack! Stempel Rabenmutter!

Was denkt unser KiA eigentlich, wie ich meine Kinder ernähre? Wir haben nie darüber gesprochen, was sie bekommen. Wie kommt er also darauf, dass es ein Zinkmangel sein muss? Wenn ich die Liste der zinkhaltigen Lebensmittel ansehe, kann ich mit Sicherheit ausschließen, dass sie einen Mangel haben. Sie essen zwar nicht regelmäßig Fleisch, aber alles andere auf der Liste steht auf unserem Speiseplan. Und das sollte ihren täglichen Bedarf decken. Hat er nur vom diagnostizierten Eisenmangel darauf geschlossen, dass meine Kinder nicht gut ernährt werden? Habe ich diesen Stempel jetzt für immer?

Puh. Ich sollte wohl mit ihm reden. Denn eigentlich war ich bislang zufrieden. Brauche nur eine Lösung, wie ich das ohne die Brüllmücken mache. Und dann will ich ne ordentliche Lösung. Nämlich.

Ja. Immer noch.

Die Wundermädchen sind acht Monate alt. So große kleine Babys sind sie jetzt schon. Und das findet auch das Umfeld, dass sie ja jetzt schon groß sind. „Du stillst immer noch?“ „Sie schlafen immer noch in deinem Bett?“ „Du wickelst immer noch mit Stoff?“

Ja, verdammt. Ich tue all das und es fühlt sich richtig und selbstverständlich an. Zumindest solange wir nicht in das „echte Leben“ draußen gehen. Gestern dann der Knaller bei einem Kindergeburtstag: „Ich fände es schön, wenn du langsam mal abstillen würdest. Das sieht ja nicht mehr schön aus.“ Glaubt mir, ich habe nicht genug Mittelfinger für die passende Antwort. Diese Aussage war so übergriffig und verletzend, dass ich überhaupt keine Lust hatte auf ein Gespräch darüber. Sie ist selbst zweifache Mutter und hat auch gestillt. Nur eben nicht so lange. Okay, ich verstehe, dass es für viele seltsam ist, denn der Usus ist ja mit sechs Monaten abzustillen. Zumindest ist das hier so. Dass man sich wundert und darüber spricht ist nachvollziehbar. Ich merke aber zunehmend, dass ich mich unwohl fühle, meine Kinder unterwegs zu stillen. Die Blicke, die Fragen, die Sätze: All das verunsichert mich zutiefst.

Letzte Nacht habe ich kaum geschlafen, so nagt dieser Satz an mir. Eine völlig neue Seite ist das an mir, ich bin überrascht, wie angreifbar mich das Mutter sein macht. Ich dachte, ich sei selbstbewusster, denn ich tue diese Dinge ja aus Überzeugung. Und trotzdem erschüttert mich all das in meinen Grundfesten.

Elterngeld?

Ende Juni hat das Bundessozialgericht ein Urteil gefällt, dass ganz im Sinne von Zwillingseltern ist. Da heißt es, dass beide Elternteile insgesamt 14 Monate Elterngeld beziehen können, genauer, in unserem Fall: Ich könnte nach diesem Urteil 12 Monate für M. beantragen und 2 für A., Der Wundermann widerum 12 Monate für A. und 2 für M. Das ist ein echter Erfolg, denn bisher durfte nur ein Elternteil die Zeit nehmen, Zwillinge wurden, bis auf einen Mehrlingszuschlag von 300€, behandelt wie Einlinge. Tja, so weit, so gut. Aber wie das eben so ist, hier läuft nienie etwas glatt. Der Wundermann war also letzte Woche bei der Elterngeldstelle und hat einen entsprechenden Antrag gestellt. Und, oh Wunder, die Dame vom Amt wusste von dem Urteil und hat daraufhin meinen Antrag geändert und einen neuen mit dem Wundermann ausgefüllt. Sollte also alles glatt gehen, oder? Aber nicht doch… Diese Woche rief die Dame vom Amt dann an und sagte, sie sei angewiesen das Geld so nicht auszuzahlen, denn das Urteil sei noch nicht rechtskräftig.

Was wir da tun  könnten? Einen Widerruf stellen, der Wundermann müsste auf gut Glück zu Hause bleiben und die Zeit vorfinanzieren, damit wir rückwirkend berücksichtigt werden können. Denn das Geld steht einem nur in den ersten 14 Lebensmonaten zu und unser Anspruch verfällt, wenn der Wundermann weiter arbeiten geht.

Was heißt das für uns? Es heißt, dass alles beim Alten bleibt. Eine Vorfinanzierung können wir uns nicht leisten und es wäre eh nicht auszudenken, wenn wir dann doch kein Geld für den Wundermann bekämen… Es hätte so schön sein können…