Kleine (Schlaf)erfolge

Ja, es verändert sich! Und zwar das Einschlafen! Ruckzuck, zack, Schlaf.

Wie wir das gemacht haben? Ich habe den Tagschlaf verändert. Bislang habe ich sie immer hingelegt, wenn sie tagsüber müde wurden. Das hieß, sie machten morgens ein ausgedehntes Schläfchen und nachmittags ein Kurzes. Und jetzt? Gibt es nur noch einen Mittagsschlaf. Das war zu Beginn sehr zäh, und das Mittagessen musste ich eine halbe Stunde vorverlegen, weil sie sonst beim Essen fast schon schliefen, aber nun pendelt es sich gut ein. Das gute Wetter kommt uns da auch sehr entgegen, draußen lässt sich immer so viel erleben, dass sie gar nicht merken, wie müde sie sind. Jetzt lege ich sie zum Mittagsschlaf in die Wiege, M. schläft nach zwei, A. nach 5 Minuten. Und abends? Genau so. Sie waren jetzt oft zu müde fürs Baden oder gründliche Waschen, aber auch das wird besser. Sie gewöhnen sich an den Rhythmus und es scheint ihnen gut zu tun. Allerdings ist die letzte Stunde vorm Schlafen anstrengend, sie brauchen viel Ablenkung, damit es gut geht und nicht im Drama endet.

(Die Nächte? Über die reden wir lieber noch nicht. A. ist gestern nach 30min wieder aufgewacht und war bis 0.30Uhr wach. Sie trank in der Zeit 750ml Wasser und kam erst dann zur Ruhe. Hitze und so…)

Mal sehen, wohin uns der Weg noch führt.

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Vom Spreu und Weizen

Ich habe seit Jahren einen festen Freundeskreis mit Menschen, die mir sehr wichtig sind. Manchmal kamen/kommen neue hinzu, bei manchen wird der Kontakt weniger, aber ich hatte immer stabile Freundschaften, auf die ich zählen konnte. So dachte ich zumindest.

Früher (vor der Elternschaft) habe ich viel Zeit damit verbracht, diese Freundschaften zu pflegen. Ich fuhr regelmäßig auch weite Strecken, um weiter weg Wohnende regelmäßig zu sehen, war immer zur Hilfe da, hatte immer ein offenes Ohr für Alle(s) und würde sagen, dass man auf mich zählen konnte. Das kann man noch, auch wenn ich heute (als Mutter) deutlich weniger Zeit für Freundschaftspflege habe und ich gut organisieren muss, wenn jemand Hilfe braucht. Aber ich mache alles möglich, wenn es wichtig ist.

Genau das ist der Punkt: Wenn es wichtig ist. Der Wundermann arbeitet sehr viel und ich kann nicht mal eben zwei kleine Kinder unterbringen, um nett einen Kaffee trinken zu gehen. Ich dachte, das sei schon okay, das wird schließlich auch wieder anders. Ich dachte, diese jahrelang gehegten und gepflegten Freundschaften halten das aus, ohne Zweifel. Dann sehen wir uns eben seltener oder mit Kindern im Schlepptau. Aber wenn ich jemanden brauche, dann hab ich ein großes Netzwerk. Weit gefehlt.

Vor einiger Zeit hörte/sah/las ich (ich weiß es nicht mehr genau) diesen Vergleich: In der Liebe gibt es immer einen Gärtner und eine Blume. Einen der hegt und pflegt und einen, der das genießt. Am Ende profitiert davon aber jeder. Ich glaube, so ist das auch oft mit Freundschaften. Zumindest in meinem Fall. Ich war hier der Gärtner, und habe nur sehr wenig Zeit für die Blumen. Wegen der anhaltenden Dürre geht eine Pflanze nach der anderen ein. Und dann schaue ich mich um und fühle mich ziemlich allein auf weiter Flur.

So trennt sie sich, die Spreu vom Weizen. Die Guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen.

Ich brauche dringend neue, tragfähige Freundschaften. Doch woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Elternzeit und die Arbeit

Ich habe einen Job, den ich ganz gern mache. Ich habe mit 19 ein Freiwilliges Soziales Jahr gemacht und es hat mir dort so gut gefallen, dass ich meine Ausbildung in derselben Einrichtung gemacht habe. Anschließend hatte ich unglaubliches Glück und durfte auch als Fachkraft da bleiben. Zwischendurch hatte ich immer Phasen, wo ich die Nase voll hatte, bewarb mich hier und dort und schnupperte rein, aber die Bedingungen waren nie so gut wie in „meiner“ Einrichtung. Also blieb ich.

In der Kinderwunschzeit hat mein Chef mich toll unterstützt, ich bekam frei, wenn es nötig war und er bewahrte Stillschweigen. Trotzdem hatte ich kurz vor meiner Schwangerschaft überhaupt keine Lust mehr. Es war eine anstrengende Zeit und es gab da keine Erfolge, immer nur Niederlagen.

Das war einer der vielen Gründe, weshalb ich mich für drei Jahre Elternzeit entschied. Das tat ich aus vollem Herzen, und ich genoss es sehr erst mal nicht hin zu müssen.

Irgendwann reifte jedoch in mir der Wunsch, wieder ein bisschen am Arbeitsleben teilzuhaben. Ich vermisste ein paar Menschen dort, ich gehörte immer weniger dazu und es nervte mich zunehmend überhaupt kein Geld zu haben, dass nur mir gehört. Also fragte ich im Januar, ob ich, innerhalb meiner Elternzeit, ein bisschen Arbeiten kommen dürfte.

Ich durfte. Wir einigten uns ziemlich schnell auf 20 Stunden im Monat, so dass ich nur einmal in der Woche 5 Stunden arbeiten würde. Mein Chef ist mir da sehr entgegen gekommen, denn normalerweise ist die Mindeststundenzahl von Teilzeit in Elternzeit sehr viel höher (ich glaube mindestens 15 pro Woche? Ich weiß es nicht mehr…) aber mehr als einmal die Woche konnte ich mir nicht vorstellen. Ich musste einen neuen Elternzeitantrag stellen, indem ich meinen Wunsch auf Teilzeit in Elternzeit formulierte, und am Mittwoch war mein erster Arbeitstag, nach fast zwei Jahren.

Da ich im Pflegebereich arbeite, hatte ich sofort nach Bekanntwerden der Schwangerschaft ein Berufsverbot. Daher war ich seit der 6. SSW nicht mehr arbeiten. Vor meinem ersten Tag war ich total nervös, ich hatte Angst viel vergessen und verlernt zu haben. Das hat sich nicht bestätigt, das große Ganze ist noch da. Es fehlen nur kleine Details, die aber ziemlich schnell wieder da waren. Jetzt muss ich mir nur noch einen genauen Überblick über die Medikamente verschaffen und bin dann wieder „voll drin“.

Und wisst ihr was? Das fühlt sich richtig gut an. Ich fahre ganz allein mit lauter Musik zur Arbeit, kann ohne Ablenkung meinen Job machen und bin da nicht „Mutter“, denn so werde ich da nicht wahrgenommen. Ich bin da einfach ich, es gibt keine „Mamathemen“ und alles, was da so dran hängt, und das Beste: Ich kann mich voller Aufmerksamkeit einfach mal einer Sache widmen ohne das mein Hauptaugenmerk bei den Kindern ist. Gespräche und Tätigkeiten Ablenkung. Es ist einfach mal wieder anderer Input, der mich fordert und das tut einfach unglaublich gut.

Für mich war es so die richtige Entscheidung, und ja, ich habe meine Meinung geändert. Und ich bin froh, dass der Wundermann, der während meiner Arbeitszeit die Mädchen betreut, und mein Arbeitgeber meine Meinungsänderung einfach so mittragen. Zu meinen Bedingungen, so dass niemand darunter leiden muss. Es ist also eine Win-Win-Situation für alle.

(Undankbare) Nörgeleien

Ich hatte es ja schon mal erwähnt, die Stimmung zwischen mir und meinem Körper ist… nennen wir es angespannt. Und irgendwie wird es nicht besser. Ja, mein Körper hat Unglaubliches geleistet, zwei Wunder hervorgebracht, und ja, das würde ich nienienie eintauschen. Das macht das Verhältnis zu meinem Körper jedoch kein Stück besser. Und als wäre das nicht schon schlimm genug habe ich jetzt mit weniger Stillen und gleicher Nahrungszufuhr (welch Überraschung) auch noch zugenommen. Aaaaargh. So kann das nicht weiter gehen. Ab jetzt muss ich mich mal wieder ein bißchen zusammenreißen und mich um mich kümmern. Und heute, mitten am Tag, nach einem Burger und Chips und Cola geht es los.  Damit ich durchhalte, halte ich euch auf dem Laufenden.

Was ändert sich?

1. Keine Süßigkeiten mehr. Und mit keine meine ich keine. Denn weniger schaffe ich nicht. Was nicht da ist kann ich auch nicht essen. Und da ich auf dem Dorf wohne ist Heißhungerbeschaffung sehr aufwändig, zum Glück.

2.  Sport muss her. Wie und was weiß ich noch nicht, aber nur hinter den Zwergen herlaufen ist auf Dauer nicht genug.

 

Also, los geht es. Macht jemand mit?