Urlaub ist nicht immer leicht

Wir verweilen immer noch im Urlaub. Es startet nun die zweite Woche und wir haben uns nun langsam hier eingefunden. 

An das kleine Häuschen kann ich mich nicht so recht gewöhnen. Es ist schön und praktisch, keine Frage. Aber diese Enge liegt mir nicht. Dauernd steht etwas oder Jemand im Weg und es gibt keinen Rückzugsraum für Niemanden. Zum Glück hatten wir bislang tolles Wetter, so dass wir sowieso fast nur draußen sind. Trotzdem kann ich bereits jetzt mit Sicherheit sagen: Zum Camper werde ich bestimmt nicht. Auch wenn es bestimmt einige Vorzüge hat, aber zu mir passt es einfach nicht. 

A. findet das Konzept „Urlaub“ auch nicht so toll. Sie fragt oft, wann wir denn nun nach Hause fahren, bockt und schreit viel und nässte die ersten drei Tage ständig ein. Sie ist seit ungefähr einem Jahr trocken, Unfälle lassen sich seitdem an einer Hand abzählen. Und hier passierte es dann ständig. Das ist besonders schön, wenn man keine Waschmaschine zur freien Verfügung hat sondern sich eine (!!!) mit allen Mitcampern teilen muss. Nun ja, das scheint nun überstanden. Hoffe ich. (Oh nein. Jetzt hab ich es geschrieben.) 

Hätte ich vorher raten müssen, wer sich mit dem Urlaub nicht so richtig anfreunden kann, hätte ich ja auf M. getippt. Dass A. sich so schwer tut, hätte ich nicht erwartet. Sie ist sensibel, ja. Aber dass sie das so aus der Bahn wirft hätte ich nicht erwartet. Ich habe unterschätzt, wie sehr sie an ihren gewohnten Strukturen und Menschen hängt. 

Es ist nicht so, dass sie hier nur ein Gewitterwölkchen ist. Sie mag sichtlich die Zeit, die wir hier miteinander verbringen und hat große Freude an den verschiedenen Aktivitäten. Es bricht nur zwischendurch immer wieder hervor. Ich bin gespannt, wie sich das mit ihr in den nächsten Jahren entwickelt, ob sie auch so ein Mensch wird, der am liebsten zu Hause ist, so wie ihre Mama? 

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