Liebes 2015, 

dieses Jahr habe ich noch keinen Jahresrückblick geschrieben. Vielleicht, ganz vielleicht hole ich es noch nach. Wer weiß. 

2015. Ein Jahr mit Höhen und vielen Tiefen. Ich weiß nicht, wie du mir in Erinnerung bleiben wirst. Ich hoffe, die Höhen überstrahlen die Tiefen bald. 

Liebes 2016, 

ich freue mich auf dich. Ich hoffe, dass ich jede Seite des Kalenders mit schönen Erinnerungen füllen kann. 

Und das wünsche ich euch auch. Habt einen guten Rutsch und ein wundervolles neues Jahr. 

  

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Hier bringt das Christkind… 

etwas, was andere vermutlich längst überfällig finden. Deswegen murmele ich ganz leise: In unserem durchaus großen Haus gab es bislang kein eigenes Zimmer für M. und A. Das holen wir nun (endlich) zu Weihnachten nach. 

Wir leben in einer ehemaligen Dorfschule, die wir vor ein paar Jahren kauften. Sie war zuvor schon bewohnt, jedoch war nichts großartig saniert oder renoviert worden und die meisten Dinge noch auf dem Stand der 50er Jahre. Als wir das Haus übernahmen, musste es komplett saniert werden: Elektrik, Wasserleitungen, Heizungsrohre, Dach, Dämmung, Fenster, Bad… Eigentlich blieb kein Stein auf dem anderen. Das war und ist viel Arbeit, die viel Zeit und Geld kostet. Und da wir alles in Eigenleistung machen… geht es eben nur Stück für Stück voran. Das Erdgeschoss ist schon seit einer Weile sowas wie fertig. Dort gibt es unser großes Wohn-Ess-Küchenzimmer (der ehemalige Klassenraum), ein klitzekleines Büro, ein Bad und unser Schlafzimmer. Dazu noch ein großzügiger Flur. 

Das Dachgeschoss musste nach einer kompletten Entkernung neu gemacht werden. Fußboden, Wände, Türen, Elektrik, Fenster, Treppe. Und das dauerte. Begonnen haben wir damit, als ich schwanger war und es dauert noch immer an. 

Lange Rede, kurzer Sinn: Die Kinder hatten bislang kein eigenes Zimmer. Wir schlafen nach wie vor im Familienbett und das ganze Spielzeug wohnte im großen Mehrzweckzimmer. Die Kinder waren da, wo wir waren. Nun haben wir es vor ein paar Wochen endlich, endlich geschafft, das Dachgeschoss bewohnbar zu machen und unser Schlafzimmer zog nach oben. Der Raum, der unten frei wurde, wird nun das Spielzimmer der Zwei. Ein eigener Raum nur für die Kinder. (Ja, das, was andere für ihren Nachwuchs während der Schwangerschaft machen, haben wir immerhin noch vorm dritten Geburtstag geschafft.) 

Wollt ihr mal linsen, was das Christkind bringt? Die, die mir auf Twitter folgen, durften ja schon. Und nun ihr!

Schaut mal her: 

   
Die Kuschel- und Leseecke.

  
Etwas, zum Spielzeuge verstauen und verstecken, mit noch nicht ganz fertigem Wandtattoo.

 
Hier ist es dann fertig, es hat noch Blumen bekommen.

   
Die „Puppenecke“.

  
Heute Abend hat das alte Bettchen, mit dem ich schon spielte, noch Matratzen, Kissen und Decken bekommen (Entschuldigt die Bildqualität… Es war schon dunkel eben und das Licht…).

  
Und hier fehlt nur noch die Spielküche links neben dem Würfelregal. 

Alle, die die Kinder beschenken wollen, haben Geld zusammengelegt und es gibt nur noch winzige Kleinigkeiten, damit die Mädchen noch was zum Auspacken haben. 

Ich habe bereits ein paar Spielsachen aus dem großen Zimmer eingeräumt, nur die Sachen, die gerade intensiv bespielt werden sind noch am gewohnten Platz. Die räumt das Christkind am Donnerstag um, wenn „wir alle“ Mittagsschlaf machen.

Ich glaube, es wird Ihnen gefallen. 

  
 

Mein kleines, großes Mädchen.

Liebe A., 

heute morgen bin ich besonders stolz auf dich. Du hast etwas geschafft, von dem ich nie geglaubt hätte, dass du es schaffst. Und schon wieder hast du bewiesen, dass du doch so viel mehr kannst, als ich dir zutraue. 

Als du auf die Welt gekommen bist, war stillen das erste, was du wolltest. Du bist mit offenem, suchendem Mündchen in meinen Arm gelegt worden und das Stillen war unglaublich wichtig für dich. Du verlangtest danach, wenn dir etwas zu viel wurde, zur Beruhigung, zum Einschlafen. Bis du zehn Monate alt warst, hast du keine andere Art der Beruhigung akzeptiert. Aber dann hast du ganze Mahlzeiten gegessen und ich musste dir beibringen, auch ohne meine Br.ust auszukommen, ganz langsam, Schritt für Schritt. Du konntest ohne mich nicht einschlafen und warst immer sehr verzweifelt, wenn ich ausnahmsweise nicht da war, wenn du müde wurdest. Dein Papa hat sich alle Mühe gegeben, aber ohne mich ging es nicht. Also habe ich noch einmal versucht, dir eine Alternative anzubieten. Ich habe dich doch noch dazu gebracht, einen Schnuller zu akzeptieren. Du warst noch so klein und brauchtest das saugen zum Einschlafen. Ich hab es nicht übers Herz gebracht, dir das wegzunehmen. 

Für dich war das genau richtig, du konntest eben nicht ohne. Und so bist du zu einem Schnullermädchen geworden. 

Seit einer Woche aber hast du begonnen, deinen Schnuller kaputt zu beißen. Jeden Tag einen. Samstag waren es drei, gestern zwei. Und das, obwohl du sie nur noch zum Schlafen bekamst. Ich habe dir wieder und wieder erklärt, dass du das nicht darfst und du ohne Schnuller schlafen musst, wenn alle kaputt sind. 

Gestern Abend war es soweit. Nach dem Zähneputzen hast du mir wieder einen kaputten Schnuller in die Hand gegeben und wolltest einen neuen. Ich habe dir gesagt, dass alle kaputt sind und du jetzt keinen mehr hast. Du wolltest neue kaufen fahren, aber als wir aus dem Fenster geguckt haben und du gesehen hast, dass alles dunkel ist, hast du verstanden, dass alle jetzt ins Bett gehen und wir keinen neuen kaufen können. 

Du hast mit Papa eure Sendung geguckt und hast dann noch mal nach einem Schnuller gefragt. Wir haben es dir noch mal erklärt und dann bist du ins Bett gegangen. 

Das Einschlafen fiel dir schwer, wir mussten sehr viel kuscheln und ein bisschen Summen. Du hast mir auch noch mal erzählt, warum du ohne Schnuller schlafen musst. Dann bist du eingeschlafen und hast die ganze Nacht gut geschlafen. 

Als du heute morgen wach geworden bist, warst du so stolz, und ich bin es auch. 

Mein kleines, großes Mädchen. 

(Wenn du heute einen Schnuller willst, bekommst du ihn. Ich möchte, dass du selbst irgendwann dazu bereit bist, ihn abzugeben. Der erste Schritt ist gemacht und vielleicht hast du verstanden, dass du das nicht kaputt machen darfst. Und dann kommt vielleicht bald die Schnullerfee. Das wäre doch schön.) 

  

Idylle? Können wir auch. Teil 3

Es gab eine kleine Pause zwischen den Beiträgen über meine Wutzwerge hier und hier und diesem hier, denn wir waren krank. Zuerst die Kinder mit Mandel- und Bindehautentzündung, dann ich (und zwar so richtig, so krank war ich schon sehr lange nicht mehr) und dann erwischte es natürlich auch noch den Wundermann. Zusätzlich zum Vorweihnachtstrubel war reichlich los hier. Aber nun denn, nun erzähle ich mal, wie das hier so läuft, wenn ich mich abends nicht in den Schlaf ärgern muss. 

Idealerweise wachen die Kinder selbst auf, wecken ist immer ein Garant für schlechte Laune. Dann wird gekuschelt, gelesen und langsam, ganz langsam aus dem Bett getastet. Windeln aus, Klamöttchen an, Nachmittagssnack. Überraschenderweise ist das tatsächlich immer unkompliziert. Dann geht es raus. Immer. Egal bei welchem Wetter. Auch ich besitze Regenhose und Stiefel, denn im Haus bleiben ist keine Alternative. Wenn meine Kinder nicht draußen waren sind sie UNERTRÄGLICH. Draußen ist immer alles gut und die Kinder so viel zufriedener. Wenn das Wetter grausig ist, reichen 30min zum Austoben und Pfützen hüpfen, sonst bleiben wir, bis wir mit dem Kochen beginnen müssen. 

Manchmal kommen hungrige Kinder rein, dann gibt es noch einen winzigen Snack. Anschließend kochen wir. Oft zu viert, wenn der Papa schon da ist, sonst eben zu dritt. Das machen beide total gern und Streit gibt es da auch selten. Sie dürfen bei allem mithelfen und sind zufrieden. Nur ein entsprechendes Zeitfenster braucht man, denn es dauert schon sehr viel länger als allein. 

Wir essen abends immer gemeinsam. Die einzige Ausnahme ist der Donnerstag, denn da habe ich Spätdienst. 

Gerade sind sie sehr nörgelige Esser, das ist ein wenig anstrengend. Unsere Kinder dürfen ein Brot oder Obst essen, wenn sie das Essen nach dem Probieren noch immer verschmähen. Lief der Nachmittag gut, hat man gute Chancen auf ein entspanntes Abendbrot. Wenn nicht, entlädt sich hier die Stimmung des Tages. 

Nun gucken die Kinder mit einem Elternteil Sandmann, der andere darf das Chaos der Küche beseitigen. Dann machen sich alle Familienmitglieder bettfein, mit viel Trubel im Bad. Wir singen, um das Zähneputzen zu überstehen und dann Sicht jedes Kind noch eine gute Nacht-Geschichte aus, die im Bett gelesen wird. Oft gucken wir im Bett (Schande über uns) noch eine Folge Lassie auf dem Tablet und dann werden die Kinder in den Schlaf gekuschelt. M. schläft schnell, A. braucht lange. Und dann, dann beginnt die Zeit für Erwachsene. 

So geht es auch. Manchmal. 

    

Kerstin von chaoshochzwei erzählt hier von ihrem Alltag mit Zwillingen und Baby. 
Von WunschkindmalZwei könnt ihr hier lesen. 

Und Sarah von Mamanibloggt berichtet hier von ihren Wutzwergen.