Kindergartenzeit! 

Noch zwei Wochen und zwei Tage, bis der Kindergarten für meine Mädchen startet.

Kindergarten. Sind sie nicht gerade erst geboren? Klischeehaft, wie es ist, aber: Es geht einfach so schnell. Jetzt sind sie schon so groß und beginnen, die Welt zu erobern. 

Wir haben unglaubliches Glück: Wir haben Plätze in unserem Wunschkindergarten ergattert. Es ist eine Elterninitiative, wurde in den 90ern gegründet und das Gebäude auch dann erst gebaut. Es ist perfekt auf die Bedürfnisse von kleinen Kindern ausgerichtet. Die Besetzung ist im Vergleich zu anderen Kindergärten unserer Region super, das Konzept sieht nämlich vor, dass sämtliche „nichterzieherische“ Arbeiten von den Eltern erledigt werden (Hausmeistertätigkeiten, Unkraut zupfen, etc.) und so mehr Geld für Personal bleibt. Für uns als Eltern heißt das, dass wir pro Familie acht Arbeitsstunden verpflichtend pro Kindergartenjahr leisten müssen. Dazu zählt aber auch Kuchen backen für Veranstaltungen, Näharbeiten etc. Acht Stunden klingt jedenfalls machbar. Schafft man das nicht, zahlt man für jede nichtgeleistete Stunde 10€, damit die Arbeiten in Auftrag gegeben werden können. Damit kann ich mich gut anfreunden. 

In der Gruppe von M. und A. werden acht Zweijährige mit zwei Erziehern sein. Jedes Kind hat eine Bezugserzieherin, die die Kinder durch die gesamte Kindergartenzeit begleiten soll. Nebenan befindet sich eine Gruppe mit 3-4jährigen, wo „die Kleinen“ integriert werden, wenn sie sich gut eingelebt haben. Die größeren Kinder haben noch mal eine eigene Gruppe. So können die Erzieher jeder Altersgruppe gerecht werden und müssen nicht immer den Spagat zwischen Zwei- und Sechsjährigen schaffen. Klingt für mich alles ganz wunderbar. 

Wir durften bereits drei Mal zum Schnuppern in den Kindergarten, was meinen Töchtern unglaublichen Spaß gemacht hat. Ich bin wahnsinnig gespannt auf die Eingewöhnung. 

Die To-Do-Liste ist natürlich lang. Wir haben bereits ein paar Dinge gekauft, die ich euch bald zeigen werde. 

Eine neue Zeit bricht an und wir freuen uns drauf! 

  

Kleines Anekdötchen

Grenzen testen für Fortgeschrittene, oder auch: Wie M. einen Weg gefunden hat, ihre Grenzen millimetergenau auszuloten:

Ich: „Nein, M., du darfst nicht den Trinkbecher ausschütten. (Oder beliebigen anderen Unsinn einfügen.)“ 

M., überlegt, kichert: „Bisschen?“ und schüttet ein paar Tropfen. Nun lachen sich beide halb tot. 

Ich, mir mühsam das Lachen verkneifend: „Nein, auch nicht ein bisschen!“

(Wie soll man da ernst bleiben? Erziehung ist schwer.) 

  

Eine kleine Abhandlung über 1002 Gründe, die mich vom Bloggen fernhalten. 

1. Ich weiß gerade nicht, wo mir der Kopf steht. 

2. Die Mädchen schlafen miserabel, meine übliche Blogzeit in der Mittagspause wird nun dringend zum Schlafen benötigt. 

3. So gerne ich auch Sommer habe, aber er macht auch so viel mehr Arbeit. (Wer wollte noch mal ein Haus mit großem Garten? Gerade fänd ich kleine Wohnung mit Balkon auch ganz verlockend.)

4. Die Damen sind wahre Zankäpfel und mit ihnen ist es unmöglich, die To-Dos auch nur annähernd abzuarbeiten.

5. Dauernd steht hier irgendein gesellschaftliches Event an, dass gut gelaunte Anwesenheit erfordert. 

6. Das Auto, dass erst im Januar für über 3000€ repariert wurde, muckt schon wieder. Verkaufen? Reparieren? Geld drucken? 

7. Der Wundermann steckt über und über in Arbeit fest. Das hier ist also gerade eher eine One-Woman-Show. 

8. Hier müsste mal dringend Grundordnung und Sauberkeit hergestellt werden. 

9. „Kannst du mal eben…?“ (Eigentlich nicht.)

10. Schon nächste Woche fliegen wir nach Irland. Da sind nur noch ein paar „Kleinigkeiten“ vorzubereiten. 

11. Sie sind zwei. Zwei sein ist anstrengend. Nichts darf man, was Spaß macht. Dann wird eben rumgetobt und sich beschwert.

12. „Warum sprechen sie noch keine ganzen Sätze? Da solltest du aber mal ein Auge drauf behalten.“ (Auge? Ich dachte Ohr.) 

13. Nur noch ein paar Tage bis Kindergartenstart und nur noch 123 Sachen zu besorgen.

14. Wer hat eigentlich gesagt, dass es einfacher wird? Wann genau? 

15. Meine Waage behauptet, das Abstillen wäre meiner Figur nicht zuträglich gewesen. Also keine Schokolade mehr für mich. Und Sport, der muss auch noch in den Alltag integriert werden. Seufz. 

16. Ein neuer Job muss her. Der Alte wird sich nicht mit meinem Familienleben vereinbaren lassen. Das wird ein Kinderspiel. Nicht.

1002. Ich weiß gerade nicht, wo mir der Kopf steht.