Bald. 

Meine Schwester weilt in Irland wegen ihres Studiums. Es sind nur drei Monate, aber es ist doch eine lange Zeit. Wir haben sie nun schon so lange nicht gesehen. 

Schon lange haben wir hin- und hergerechnet ob wir einen Besuch hinbekommen und zuerst dachten wir, ich fliege allein, weil alles andere finanziell nicht drin ist. Denn die Kinder sind über zwei und ihre Flüge sind „nur“ 33% ermäßigt. Immerhin, aber für ein langes Wochenende dort waren wir bei über 1500€ für die Flüge und die Unterkunft. Und es entstehen natürlich noch mehr Kosten. Für vier Tage einfach viel zu viel (für uns). Also berichtete ich meiner Schwester, dass ich sie allein besuchen komme (sie wusste gar nicht, dass wir vorhatten, sie zu besuchen), und nach einigem Überlegen fanden wir dann doch eine Lösung: Matratzenlager in ihrem Zimmer. Nehmen wir. Und nun fliegen wir alle und müssen nur den Flieger bezahlen (und natürlich die Kosten vor Ort).

Aaaaah! Fliegen! Mit Kleinkindern! Wir selbst sind noch nicht oft geflogen und nur einmal gemeinsam (in 10 Jahren, ist das zu glauben?), denn der Wundermann hat Flugangst. Ich brauche also all eure Tipps! Egal was hilft uns die Flugzeit mit Kleinkindern so angenehm wie möglich zu machen, ich will es wissen. Jetzt seid ihr dran, ich bin schon sehr gespannt. 

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Das Internet und ich-eine große Liebe

Immer öfter lese ich in letzter Zeit Rants über das böse Muttiversum. Auch ich ärgere mich oft, und was zB. die Kerstin von Chaos hoch zwei hier schreibt, lässt mich bedauerlich oft zustimmend nicken oder seufzen. Aber weil ich immer versuche positiv zu sein, will ich euch heute mal erzählen, warum ich das Internet liebe. 

Diese Liebe begann, als ich meine zweite Fehlgeburt nach unserer ersten IVF erlebte. Unser Kinderwunsch war groß, wir warteten schon lange, verloren bereits ein Baby und hatten entschieden, dieses Kinderwunschding allein und heimlich durchzuziehen. Das zweite Mal schwanger, der zweite Verlust und ich konnte mit Niemandem außer dem Wundermann darüber reden, und der war ja auch selbst betroffen. Ich fühlte mich allein, und surfte wild im Internet. Ich fand Blogs mit anderen Betroffenen, verschlang sie, fühlte mich verstanden und begann mein eigenes Blog. Emmas Wunderwelt war geboren. Schnell fand ich meine eigene kleine Filterbubble, Menschen, die all das lasen, kommentierten, Daumen drückten, mit mir traurig und glücklich waren. Das hat mir wohl durch die schwerste Zeit meines Lebens geholfen. 

Zuerst beschränkte ich mich auf „mein“ Thema, aber mein Horizont erweiterte sich rasch. Twitter ließ mich viele wunderbare Menschen kennenlernen, die mich jeden Tag inspirieren und die tatsächlich einen großen Einfluss auf mein Leben haben. Das findet ihr bedenklich? Ich nicht. Denn ohne all diese wunderbaren Menschen würde ich mich sehr viel weniger mit bestimmten Themen beschäftigen, wie z.B. Alltagsrassismus, Verzicht auf Plastik, die Hebammenproblematik (ohne das Internet wäre das wohl einfach an mir vorüber gezogen), Ordnung und Organisation, DIY, nachhaltig Leben und gärtnern, Minimalismus, Feminismus, und natürlich nach wie vor alles rund um meine Kinder. 

Ich habe viele Dinge in den letzten Jahren getan, die Menschen, die ich im realen Leben kenne, argwöhnisch beäugen und verurteilen. Dazu gehört die Kinderwunschbehandlung, das Benutzen von Stoffwindeln, Familienbett, Langzeitstillen, mein Erziehungsstil und vieles mehr. Das tolle am Internet? Hier finde ich immer Menschen, die ähnlich ticken. Das macht, dass ich mich normaler fühle und nicht wie Jemand von einem anderen Stern. 

Wisst ihr was? Das Internet kann manchmal ganz schön anstrengend sein. Und nervig. Und die Menschen darin blöd. Oder man macht da einfach nicht mit und „macht sich die Welt, wie sie einem gefällt.“

Sendepause 

Still ist es hier gerade und ich weiß noch nicht, wie lange das noch so bleibt. Das reale Leben fordert gerade sehr. 

Bald, bald habe ich hoffentlich ein bisschen Zeit, mich um das Blog zu kümmern. 

Ich schicke euch viele Grüße und hoffe, ihr kehrt mit mir zurück, wenn die Zeit gekommen ist.