Anekdote: Anwältin voller Vorurteile

Der Ehemann und ich waren bereits gestern (mangels Babysitter inklusive Kinder) bei einer Anwältin, um uns wegen eines Ehevertrages beraten zu lassen. Hier ein paar Auszüge aus dem Gespräch: 

Anwältin: „Und als was arbeiten sie, Frau Wunder? Teilzeit nehme ich an?“

Ich: „Ich bin festangestellte Heilerziehungspflegerin in Elternzeit und trete meinen Vertrag in einem Jahr wieder an.“

Anwältin: „450€-Basis?“

Ich: „Nein, 75%.“

Anwältin: „Oh. Das ist als Mutter aber viel.“

… 

Anwältin: „Im Falle einer Trennung blieben die Kinder sicher bei Ihnen, Frau Wunder?“
… 

Anwältin: „Das Sorgerecht bleibt bei beiden Eltern im Trennungsfall, aber sie müssen nur wichtige Sachen wie Taufe, Impfungen und so mit dem Vater besprechen. Sonst kann er ihnen nicht reinreden.“

Tjanun. Ich lasse das mal so stehen.

Advertisements

8 Kommentare zu “Anekdote: Anwältin voller Vorurteile

  1. Auwei. Denkt man als Anwalt nicht immer so? Und als Ehe-/Scheidungsanwalt erst recht? Wahrscheinlich sieht die arme Frau nicht so viel „normale“ Familien… oder hatte sie die Vorurteile wegen Ehevertrag? Ich kenne mich da leider gar nicht aus, vielleicht kommen eher Partner mit hohem Scheidungsrisiko wegen sowas zu ihr? Nun ja wie auch immer… trotzdem ist es nicht ihre Aufgabe als Anwältin deine Arbeit(szeit) zu kommentieren.

    • Liebe Märchenkönigin,
      mich hat eher gepiekst sofort in diese Frau=Mutter=Hausfrau-Rolle gesteckt zu werden, gepaart mit dem faden Beigeschmack, dass sie davon ausging, dass mein Mann sich nicht auch etwas anderes wünschen könnte bezüglich des Sorgerechtes. Ich finde es schade, dass gleich davon ausgegangen wird, dass Kinder im Trennungsfall bei der Mutter bleiben (sollen/müssen). Hier steht keine Trennung ins Haus, wir wollten schlicht eine Beratung darüber, wie wir meinen Mann und sein Unternehmen aus unserem gemeinsamen Vermögen nehmen können. 🙂
      Viele Grüße, Emma

    • Liebe Ichliebedensommer,

      wir sind längst verheiratet. 😉 So einen Vertrag kann man auch nachträglich erstellen. In unserem Fall geht es darum, dass der Mann selbstständig ist und es da einige Sachen zu bedenken gibt. Das Sorgerecht steht da eigentlich nicht zur Diskussion, es ging grundsätzlich nur um die Firma. Umso verwunderlicher, was da bei dem Gespräch alles geschah…
      Viele Grüße,
      Emma

  2. Hallo,
    aso jetzt dachte ich grad was kommt denn jetzt und warum Ehevertrag 🙂
    Klar bei einer Selbstständigkeit wo er dich evtl. auch in negatives reinziehen könnte ist das OK man muss da ja an einiges denken und die Anwälte müssen einen glaub echt über jeden Furz aufklären.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s