Einkaufsabenteuer

Was das Thema Einkaufen betrifft, bin ich eher, äh, nennen wir es ängstlich, seit die Wundermädchen da sind. Zumindest, was Lebensmittel betrifft. In die Stadt, um in die Drogerie zu gehen oder wo alles problemlos mit Kinderwagen funktioniert, fahre ich natürlich allein. Aber allein mit den Mädchen Lebensmittel kaufen? Mache ich nicht. Wir leben ländlich, um zum Einkaufen zu kommen, muss man mit dem Auto fahren. Als die Damen noch Winzbabys waren, waren wir immer zu viert los und hatten die Kinder im Tuch gebunden, oder der Wundermann ging allein. Als M. begann, sicher zu sitzen, war es etwas entspannter, da bin ich auch oft allein los, M. durfte im Einkaufswagen sitzen, A. band ich ins Tuch. Das ging so lange gut, bis A. nicht mehr ins Tuch, sondern in den Einkaufswagen wollte. Seitdem geht entweder meine Mutter mit uns, oder der Wundermann. Klar könnte ich zwei Einkaufswagen schieben, aber an der Kasse und wenn viel los ist oder gerade Ware verpackt wird… Das ist mir mit den Zappelmädchen zu stressig. Meine Mutter geht gern mit uns, wir treffen uns auf dem Parkplatz dort und los geht es. Nun ist es aber so, dass sie nächstes Jahr ein paar Monate nicht da sein wird, vielleicht schon ab Januar. Also habe ich mir heute ein Herz gefasst und habe es mal wieder allein versucht. Erst hatte ich überlegt, ob ich den Kinderwagen mitnehme oder eine Tragehilfe, aber dann beschloss ich, M. laufen zu lassen. Wenn wir spazieren gehen, ist es mit ihr immer unproblematisch, sie ist immer in meiner Nähe, läuft nicht weg. Ich dachte, das könnte also funktionieren.
So fuhren wir dann mit einer langen Liste einkaufen.

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Mein Bauch kribbelte nervös, aber alles klappte ziemlich gut. M. lies sich gut lenken, A. hat nur einmal gefragt, ob sie auch laufen darf. Aber diesen kleinen Weglaufwirbelwind traue ich mir noch nicht zu, wenn ich allein bin.

Ich bin so froh, dass es funktionierte und hoffe, das geht eine Weile so, bis A. vehementer auf Laufen besteht. Und dann? Tja. Dann überlege ich neu.

(Natürlich machen die meisten Eltern sowas mit Links allein. Aber ich musste bisher nicht. Und Hilfe haben ist auch nicht falsch. ;))

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6 Kommentare zu “Einkaufsabenteuer

  1. Ich mache die Einkäufe lieber allein! Mir reicht schon das Entchen, um Schweißausbrüche zu kriegen. Laufen geht gar nicht, außer sie darf einen Wagen schieben und dann muss ich ständig aufpassen, dass sie ihn nicht ins Regal steuert. Im Moment ruft sie immer leidend „Bitte nicht!“, als hätt ich ihr mit schlägen gedroht, statt sie zu bitten mitzukommen. >.< Immer was neues, damit mir ja nicht langweilig wird.
    Am Ende hab ich dann nie alles was ich brauche und bin schlecht drauf. ;(

  2. Hab immer eine Klappkiste mit dabei. Eine darf in den Wagen, eine in den Kindersitz und die Einkäufe in die Kiste unten im Wagen. Seit wir mit einer halbaufgegessenen Kiwi an der Kasse angekommen sind, kommt alles was nicht kindersicher ist in die Kiste.

  3. Liebe Emma,

    ich habe zwar keine Zwillinge, aber meine Kinder sind gerade mal 20 Monate auseinander. Der große macht beim Einkaufen auch nur Blödsinn, läuft weg, wirft Sachen aus den Regalen, wirft alles, was ich im Wagen hab, raus… Ich hab’s am Anfang auch immer mit Tagetuch und ihm im Wagen versucht, war immer patschnass geschwitzt, wenn ich Heim kam. Nun läuft die kleine auch, sie packe ich in den Einkaufswagen, der große Bruder kommt an die Leine (little Life Rucksack bei globetrotter.de). Das klappt super, der große kann nicht weg laufen und findet seinen Rucksack sogar cool und die kleine ist (noch) nicht so frech und wirft mir Sachen aus dem Wagen….
    Vielleicht wäre das auch was für euch?
    Wir Mütter haben manchmal echt nen ganz schön harten Job-stur Lächeln und winken;-)

    LG

  4. Liebe Emma, ich gehe oft mit den Zwillingen alleine einkaufen, weil es meist nicht anders geht. Das funktioniert auch gut, weil sie mittlerweile genau wissen dass kurz hinter dem Eingang des Supermarktes die Bäckerei auftaucht. Ein Croissant, eine Brezel, eine Semmel. Irgendwas findet sich immer, was sie beschäftigt. Mit einer gut geplanten Einkaufsliste schafft man es, in Windeseile durch den Supermarkt zu wirbeln und die Kasse zu erreichen, bevor die Leckereien aufgegessen sind. Gemütlich, entspannt, spaßig, das sind natürlich andere Sachen. An der Kasse kennt man uns schon, die Kassiererin grinst mittlerweile nur noch und tippt ein, was sie als Rest in den Händen der Kinder erkennen kann. Mit kleinen Bestechungen wenn auch nicht immer pädagogisch wertvoll, geht das ganz gut. Viel Glück!

  5. Ich hatte immer einen vorne im Einkaufswagen und den anderen „im“ Einkaufswagen sitzen und dann auch mit einer Brezel „beschäftigt“.
    Inzwischen sind sie schon größer und passen nicht mehr in den Einkaufswagen, da werden sie dann bei Großeinkäufen auch schon mal „fürs lieb sein“ mit Ü-Eiern bestochen äh… belohnt 😉

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