Die unendliche Geschichte mit dem Po.

Unser Kinderarzt. Hachjanun. Ich glaube, wir sind bei ihm gut aufgehoben. Er scheint zu wissen was er tut, ist sehr gründlich und genau und bemüht sich immer um eine gute Lösung. Bei A.’s wundem Po z.B. hat er sich auf Ursachenforschung begeben und hat auch etwas gefunden. Es heilte ab, sie war nicht mehr wund. Der Juckreiz aber verschwand nicht. Sie hatte immer komische Ränder und kratzte sich wirklich tief blutig, wenn sie konnte. Wir haben abenteuerliche Routinen beim Wickeln entwickelt, damit sie sich nicht kratzen kann, baden nur mit Badehose, nackt im Sommer draußen spielen war für sie auch keine Option. Keine Salbe half. Nun waren wir neulich beim Impfen und ich bat den KiA noch mal einen Blick darauf zu werfen. Das tat er und ordnete an, dass ich ihr Zink als Nahrungsergänzung gebe. Ein richtiges Gespräch mit ihm war nicht möglich, da ich zwei um ihr Leben schreiende Kinder dabei hatte. Ich ging dort also und fand das alles noch nicht so schlimm. Dann befragte ich zu Hause das Internet, um herauszufinden, welche Nahrungsmittel viel Zink enthalten, denn diese Ergänzungsmittel finde ich nicht so gut. Vor allem nicht, wenn man es auch leicht über die Ernährung regeln kann. Und bei dieser Recherche fühlte ich mich von Klick zu Klick schlechter. Denn überall war zu lesen, dass ein Mangel hauptsächlich durch Fehlernährung auftritt. Oder man leidet an einer schweren Erkrankung. Zack! Stempel Rabenmutter!

Was denkt unser KiA eigentlich, wie ich meine Kinder ernähre? Wir haben nie darüber gesprochen, was sie bekommen. Wie kommt er also darauf, dass es ein Zinkmangel sein muss? Wenn ich die Liste der zinkhaltigen Lebensmittel ansehe, kann ich mit Sicherheit ausschließen, dass sie einen Mangel haben. Sie essen zwar nicht regelmäßig Fleisch, aber alles andere auf der Liste steht auf unserem Speiseplan. Und das sollte ihren täglichen Bedarf decken. Hat er nur vom diagnostizierten Eisenmangel darauf geschlossen, dass meine Kinder nicht gut ernährt werden? Habe ich diesen Stempel jetzt für immer?

Puh. Ich sollte wohl mit ihm reden. Denn eigentlich war ich bislang zufrieden. Brauche nur eine Lösung, wie ich das ohne die Brüllmücken mache. Und dann will ich ne ordentliche Lösung. Nämlich.

Tja.

„Mit der werden sie noch viel Spaß haben.“ Vielsagendes Zwinkern, verschwörerisches Grinsen.

„Die wird mal viele Männerherzen brechen.“ Wissendes Nicken.

„Die sollten sie aber gut im Auge behalten.“ Prüfender Blick.

Ich HASSE es. Menschen, die wir kaum kennen (oder gar nicht), die meine Kinder kurz beobachten und dann BEURTEILEN. Als wäre die Zukunft der Beiden fest besiegelt und man kann aus ihrem Verhalten ALLES ablesen. Besonders im Fokus steht A., seltsamerweise. Vielleicht auch nicht seltsamerweise. M. ist schüchtern, wenn Fremde in der Nähe sind oder wir in einer fremden Umgebung sind. Sie will dann auf dem Arm bleiben und geht niemals auch nur einen Schritt von unserer Seite. Das scheinen die Leute zu mögen. „So ein braves Kind.“ (ORRRR!) (Ich warte noch auf den Spruch: „Stille Wasser sind tief“.)

A. hingegen ist mutig. Sie schaut sich um, und wenn andere Kinder in der Nähe sind, läuft sie los, will mitspielen und hat einen Riesenspaß dabei. Wenn keine anderen Kinder da sind braucht sie ein paar Minuten und geht sich dann umschauen. Sie ist sehr selbstständig und offen, kommt nur zurück zu uns, wenn Fremde sie ansprechen oder ANFASSEN (ORRRR!). Aber das allein reicht scheinbar, um uns Eltern eine düstere Zukunft mit unserem Kind vorherzusagen. Denn sie wird mal eine ganz Schlimme, wenn man glaubt, was die Leute so sagen. Außerdem hat sie ja strahlend blaue Augen. Das sagt ja wohl alles, nicht wahr?

Ach, Menschen. Manchmal macht ihr es mir nicht leicht, euch und euer Schubladendenken zu mögen.

Reboarder- ein erstes Fazit

Ich habe euch hier, als ich noch schwanger war, bereits erzählt, dass wir Reboarder für unsere Kinder gekauft haben, weil wir denken, dass sie sehr sicher sind. Damals wurde ich für unsere Entscheidung belächelt, heute, nach fast 16 Monaten Erfahrung, möchte ich euch von unseren Erfahrungen erzählen.

Wir haben tatsächlich auf die Möglichkeit verzichtet, unsere Kinder mit Maxi Cosis durch die Gegend zu tragen und haben unsere Entscheidung für diese Sitze bis jetzt noch nicht bereut. Sie haben bislang in jedem Alter bequem darin gesessen, auch auf Langstrecken waren die Sitze komfortabel. Meine persönliche Lieblingsfunktion ist, dass ich den Sitz drehen kann und die Kinder auf diese Art superbequem hinein- und heraussetzen kann. Und der größte Kritikpunkt, dass man die Kinder dann umsetzen müsse, wenn sie schlafen und das megaunpraktisch sei: Ich habe das nicht so empfunden. Sie lassen sich bis heute problemlos umlagern, egal ob in das Tragetuch, in den Kinderwagen oder ins Bett, sie sind es gewöhnt und verschlafen das. Reinigen lassen sie sich auch prima. Wir hatten von Beginn an Spiegel montiert, die es möglich machten, dass wir sie sehen. Das ist sehr praktisch, gerade als sie kleiner waren, konnte man den Grund des Meckerns sehen und sich für oder gegen das Anhalten entscheiden. Reinigen lassen sie sich auch toll.

Ich kann also nach wie vor keinen Nachteil feststellen. Ich berichte noch einmal, wenn die Damen aus dem Sitz heraus gewachsen sind.

(Dieser Post ist NICHT gesponsert.)