Krankenhaus, Tag 2

Der heutige Tag war relativ unspektakulär. Die morgendliche Visite ergab, dass das EEG absolut unauffällig war, was wirklich gut ist. Dann passierte erst mal bis zum Nachmittag nichts. Aber dann… Ja, dann wurde ein Zugang gelegt und Blut abgenommen. Das ist wegen der Narkose, die Morgen für’s MRT gemacht wird, nötig. Zuerst wurde M.’s linke Hand genommen, es wurde reichlich Blut für alle möglichen Werte genommen. Dann platzte leider die Vene, weshalb ihr derZugang dann an ihre rechte Hand gelegt werden musste. Sie hat sich so gewehrt, dass sie zu viert festgehalten werden musste. Ich war natürlich dabei, habe ihren Kopf gehalten und mit ihr geredet, aber mehr konnte ich nicht für sie tun. Es war wirklich schlimm für mich. Erst recht, als wir danach ihren Papa anriefen und sie immer schluchzend ins Telefon brabbelte und wieder und wieder auf ihre Hand zeigte. Ich habe heute öfter mit ihr darüber gesprochen, was passiert ist und warum, in der Hoffnung, dass ihr das bei der Verarbeitung hilft. Also sprach ich immer dann darüber, wenn sie wieder auf ihre Hand zeigte, die mittlerweile in einen Strumpf gesteckt war, damit sie den Zugang nicht zieht.

Am Nachmittag kam dann die (Chef- oder Ober-?)Ärztin. Die hatte ich bislang noch nicht kennengelernt. Sie befragte mich erneut genau zu dem Vorgang des Anfalls, erzählte mir noch einmal, dass das EEG unauffällig war und noch einiges andere. Die Art, wie sie mit mir sprach, ließ eine Verunsicherung zurück. Sie sagte zwar, dass das MRT nötig sei, weil sie einen epileptischen Anfall hatte, aber von Epilepsie spricht man erst ab mindestens zwei Anfällen (das wusste ich bereits). Und dann tat sie so, als wäre beim MRT kein Ergebnis zu erwarten (das hoffe ich doch, dass wir nichts finden, aber sie schien es zu wissen…). Aber warum machen wir es denn, wenn sie es eigentlich unnötig findet? Naja, vielleicht bin ich auch zu sensibel und lese zu viel zwischen den Zeilen. Morgen steht jedenfalls das MRT an und M. ist die Erste, die dran ist. Gut so, denn sie muss sechs Stunden vorher nüchtern bleiben und dann muss ich ihr nicht sooo lange erklären, dass sie nicht frühstücken darf. Wie die Nacht wird, wenn ich sie ab zwei nicht mehr stillen darf, bleibt abzuwarten.

So. Nun hoffentlich nur noch diese Nacht und der Tag morgen. Und dann heim. Bitte.

(Der kleine Zimmernachbar wurde heute von seiner Mutter nach Hause geholt.)

(Das Krankenhaus ist wirklich toll. Sehr nettes, aufmerksames Personal und es wird sich sehr an den Wünschen und Bedürfnissen der Kinder orientiert. Das ist wirklich schön.)

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4 Kommentare zu “Krankenhaus, Tag 2

  1. Ich hoffe sehr für euch, dass alles gut wird. Es tut mir so weh zu lesen, wie die kleine M. leiden musste. Da muss ich gleich an meine Tochter denken.
    Ihr seid sehr tapfer.
    Alles Gute!

  2. Hallo, ich fühle mit euch. Wir hatten im Februar ein MRT (mein Kleiner war damals 22 Monate alt und sollten erst mittags um 12:00h drankommen und es verzögerte sich dann auf 13:00h (Begründung, das sei nach Alter der Kinder gestaffelt). Und er isst wirklich für sein Leben gern.Ich musste ihm dann also erklären, warum er nichts frühstücken darf und selbst als Zeit fürs Mittagsessen war, durfte er noch nichts essen. Aber es war wesentlich weniger schlimm für ihn als gedacht. Ich denke mal, weil das drumrum so aufregend und auch anstrengend war, blieb nicht soviel Zeit über das Essen nachzudenken 🙂 Gefunden wurde bei uns zum Glück auch nichts!

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