Gedanken sortieren

Die Klinik hat angerufen. Die, die meine kleine M. genauer untersuchen möchte. Die, die gruselige Dinge ausschließen will, meinen kleinen Schatz in Narkose legen wird, damit sie ein MRT machen können, und auch sonst allerlei Pläne mit uns haben.

„Kommen sie am 19.08. um 13.00Uhr. Geplant ist, dass sie drei Tage bleiben. Ich muss sie aber deutlich darauf hinweisen, dass es auch länger dauern kann. Bleiben Sie bei ihrer Tochter?“

(Ähm. Ja. Natürlich lasse ich sie nicht allein.)

Herz und Kopf sind sich nicht einig, ich weiß, dass das alles nötig ist. Mein Herz hat Angst. Angst, weil M. noch nicht verstehen kann, weil A. nicht bei uns sein kann, weil ich es allein schaffen muss, denn der Wundermann muss ja bei A. sein. Angst vor möglichen Diagnosen, oder auch davor, dass es keine gibt. Angst davor, dass unsere Welt Kopf stehen wird.

Schon jetzt bemerke ich, dass ich M. kritischer betrachte. Ich möchte das nicht, aber das Gehirn macht, was es will.

Liebe M.,

du bist mein Kind, mein Herz, ich liebe dich ganz unglaublich. Es kommt eine schwere Zeit auf uns zu, aber ich gebe mein Bestes, um dir alles so schön wie möglich zu machen. Ich passe auf dich auf, werde dich nicht allein lassen. Zusammen werden wir das schaffen. Egal, was das Leben für uns bereit hält.

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9 Kommentare zu “Gedanken sortieren

  1. Ich wünsch Euch alles erdenklich Gute und das die Zeit im Krankenhaus schnell rum geht.
    Vielleicht war die Frage des Krankenhauses eher gedacht, welche Person bei M bleibt, nicht ob. Das wurden wir bei F1 damals auch gefragt.

    Liebe Grüße

  2. Drücke Dich ganz fest! Ich war letzte Woche mit meinem Spatz auch 2 Tage im Krankenhaus (im Doppelzimmer mit frisch am Hals operierten 3-Monatszwerg und junger Mutter, die ihren Spatz immer lange alleine liess um rauchen zu gehen, und die nachts eine extrem festen Schlaf hatte), weil er nach nem Sturz ne leichte Gehirnerschütterung hatte. Ich hatte echt Bammel, aber habe dann festgestellt, dass es bei weitem nicht so schlimm war, wie befürchtet. Wir hatten kaum Bewegungsfreiheit, weil er am Pulsoxy hing die ganze Zeit, und v.a. die erste Nacht haben wir beide kaum geschlafen; aber er hat super mitgemacht, ist viel einfacher eingeschlafen als daheim und hat auch so gut wie nicht gequengelt. An die KKH-Routine gewöhnt man sich auch sehr schnell.
    Ihr schafft das!
    Ich wünsche Euch alles alles Gute, und dass sich das mit dem epileptischen Anfall als so harmlos wir irgend möglich rausstellt!

  3. Die kleine M antwortet Dir auf ihre ganz bezaubernde Art und Weise und sagt: Liebe Mama, wenn Du bei mir bist ist nichts endlos schlimm und wenn Du mal ein wenig erschöpft von aller Sorge und Aufruhe bist, dann drücke mich ganz besonders feste – zusammen schaffen wir alles. Ich passe auch auf Dich auf, ich liebe Dich Mama!
    Ihr seid ein Team, ich schafft das – genauso wie die beiden zu Hause es auch schaffen werden ((( )))

  4. Ach Emma, es tut mir so leid, dass ihr das durchmachen müsst! Meine Gedanken sind bei dir und ich schicke dir viel Kraft!!! Ihr schafft das!

  5. Ich wünsche Dir auch ganz viel Kraft und hoffe, dass alles gut wird! Deine Maus wird das sicher ganz gut überstehen – du bist bei ihr und nur das zählt für sie. Alles Liebe!!

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