Ohnmacht.

Manche Vorfälle verändern dein Leben. Für immer, unwiderruflich. Für mich war das der Samstag Mittag. Meine Kinder schliefen in der Federwiege, alles war wie immer. Bis- ja bis ich den Eindruck hatte, M. träume schlecht. Ich wollte sie beruhigen, ihr meine Hand auf den Bauch legen, was ihr immer sofort wieder einen ruhigen Schlaf beschert. Und dann war da dieser Moment. M. träumte nicht schlecht, sie hatte einen epileptischen Anfall. Ich wusste das sofort, denn in meinem Beruf gehört Epilepsie zum Alltag. Ich hatte keinen Zweifel, auch wenn mein Herz es nicht wahr haben wollte. Der Anfall dauerte nur etwa eine Minute, dann war es wieder vorbei. Nach meinem Anruf in der Kinderklinik machten wir aus, dass ich zur Untersuchung in der Woche kommen würde. Wir bekamen einen Termin für heute.

Es wurde ein EEG geschrieben, und leider war es auffällig. Ich habe mich nicht getäuscht, so sehr ich mir doch gewünscht habe, dass es eine harmlosere Erklärung gibt. Nun werde ich mit ihr in eine spezialisierte Kinderklinik müssen, für mindestens drei Tage. Ohne A. Ich weiß noch gar nicht, wie das alles gehen soll.

In mir fühlt sich alles taub an. Ich wünsche mir sehr, dass es bei diesem einen Anfall bleibt (was durchaus möglich ist).

Nun harren wir der Dinge, die da kommen.

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10 Kommentare zu “Ohnmacht.

  1. Es tut mir so leid, dass ihr da durch müsst, da erscheinen meine Problemchen so nichtig im Vergleich…
    Ich wünsche euch von Herzen dass dein Mädchen wirklich nur diesen einen hatte… Alles Gute, und viel Kraft! ((( ❤ )))

  2. Das tut mir furchtbar leid 😦
    Ich wüsste nicht wie ich damit ungehen würde wenn das meinen Mini passieren würde, es klingt so schrecklich, und man fühlt sich bestimmt unfassbar hilflos..
    Ich wünsche euch ganz viel Kraft, und hoffe sehr das dies der einzige Anfall deines Mädchens war, und sich am ende alles als undbedenklich herausstellt ♡

  3. Das tut mir alles sehr leid :o(! Was den bevorstehenden Krankenhausaufenthalt angeht: Du wirst sehen, ihr werdet über euch hinauswachsen, weil ihr müsst. Habe es selbst schon zwei Mal dieses Jahr erleben müssen, Krankenhausaufenthalte sind immer eine große Belastung für alle Familienmitglieder. Aber die Kleinen sind plötzlich ganz tapfer, egal ob die Patienten oder die Daheimgebliebenen. Sie schaffen das oft viel besser als man vorher denkt (und wohl auch viel besser als man selbst als Mama oder Papa)! Das ist zumindest meine Erfahrung und ich hoffe, dass du es auch so erleben wirst!
    Alles, alles Gute für euch.

  4. Oh weh,
    ich bin auch vom Fach und drück dir ganz arg die Daumen dass deine Ohnmacht sich ganz bald auflöst!!!
    Ganz viel Kraft für euch alle und den bevorstehenden Krankenhausaufenthalt.

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