Etwas Altes endet, etwas Neues beginnt.

Die Wundermädchen sind nun 11 Monate alt. Bald haben sie ihren ersten Geburtstag. Ich kann es kaum fassen, dass aus meinen kleinen Babys nun Kleinkinder werden.

Ihr wisst ja, dass ich meine Mädchen stille. Ich tue es noch immer. Aber ich werde nun das Abstillen einläuten. Langsam, behutsam aber bestimmt. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich nun an meinen Grenzen körperlich und seelisch angekommen bin.

Mein Traum war ja, dass die Kinder entscheiden, wann sie nicht mehr stillen möchten. Ich habe geglaubt, dass sie immer weniger stillen desto mehr sie essen.  Für M. stimmt das auch. Sie stille ich nur noch nach dem Mittagsschlaf, abends und ca. 2x in der Nacht. Aber A. ist einfach ein Stilljunkie. Ich stille sie noch immer wie ein Neugeborenes. Zur Zeit verlangt sie Nachts Dauerstillen, tagsüber stille ich sie spätestens alle drei Stunden. Einschlafen ohne? Niemals! Ich bin gerade unglaublich müde und habe zusammen mit meiner Hebamme überlegt, wie ich aus dieser Misere ‚raus komme, denn zusätzlich plagen mich seit einer Weile Gebärmutter-entzündungen und Entzündungen der Schleimhäute, die laut meines Arztes dem Östrogenmangel zuzuschreiben sind. Daher würde die natürliche Schutzfunktion nicht gut funktionieren. Ich habe es jetzt immer schnell mit entsprechenden Medikamenten in den Griff bekommen, aber…

Ich bin jedenfalls fest entschlossen abzustillen und habe gestern damit begonnen. Unser Plan sieht so aus: Zuerst werde ich tagsüber abstillen. Um einen Milchstau zu vermeiden, pumpe ich gerade ab und gebe es stattdessen mit der Flasche. So wird sich die Milchmenge langsam reduzieren. Zusätzlich trinke ich Salbeitee. Wenn wir tagsüber abgestillt haben, widme ich mich der Nacht. Hoffentlich hat. A. bis dahin gelernt ohne Stillen einzuschlafen. In der Nacht werde ich abwechselnd stillen und Wasser geben, dann werde ich das Stillen immer weiter reduzieren. Am längsten werde ich das Stillen am Abend beibehalten. Der wichtigste Tipp meiner Hebamme: Es funktioniert nur, wenn du es wirklich willst und du keinen Zweifel daran hast. Ich glaube, das stimmt.

Das alles wird vermutlich ein paar Wochen dauern, aber das ist völlig okay für mich. Ich erzähle ihnen auch genau, was ich vorhabe. Sie sollen Zeit haben sich daran zu gewöhnen und ich brauche Zeit, mich davon zu verabschieden. Es war eine schöne und besondere Zeit.

Ich habe auch schon einen ersten Erfolg zu vermelden: Nachdem A. gestern nur in der Tragehilfe zum Mittagsschlaf zu bewegen war, schläft sie nun seit 1,5 Stunden friedlich neben mir. Kuscheln und Singen haben ihr gereicht, sie hat nur kurz ein bisschen geschimpft, aber nicht geweint.  Das hatte ich mir schwieriger vorgestellt.

 

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Ein Kommentar zu “Etwas Altes endet, etwas Neues beginnt.

  1. Eines glaube ich ganz sicher, das es klappt und auch ohne große Tränen, nämlich dann wenn die Mama wirklich dahinter steht. Ich persönlich finde Du hast etwas überaus Wundervolles und Großes geleitet, Deine beiden Wundermädchen so lange zu stillen und nun drücke ich Euch Dreien die Daumen das ihr einen sanften und liebevollen Ausstieg erleben dürft, aber daran zweifle ich kein Stück.

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