Abstillen. Der erste Zwischenstand

Meine Mädchen schlafen tief und fest, der Wundermann und der Opa bauen den Spielturm im Garten auf und ich dachte ich nutze die Zeit für ein kleines Update.

Seit 11 Tagen stille ich tagsüber nicht mehr. Die letzte Stillmahlzeit bekommen sie vor dem Aufstehen, die Nächste dann wieder beim zu Bett gehen. Und das läuft besser als ich dachte. A., der kleine Stilljunkie, der nicht ohne Stillen einschlafen konnte, hat die ersten drei Tage tagsüber nur in der Tragehilfe geschlafen oder eben gar nicht. Dann hat sie den Schnuller für sich entdeckt und seitdem wird zwei Minuten genuckelt, ausgespuckt, auf die Seite gedreht, die Nase in mich gegraben und zack: schläft. Toll! (Ja, ich gewöhne meiner fast einjährigen Tochter tatsächlich noch den Schnuller an-weil ICH keiner mehr sein will. Und da ich sie auch nicht weinen lassen will bis sie aufgibt, ist das die praktikabelste Lösung für uns. Steinigt mich doch… :p) Sie isst nun mit deutlich mehr Appetit und größere Mengen, sie möchte kein Fläschchen. Das finde ich toll. Und meine Milchproduktion hat sich auch schnell angepasst, seit 2 Tagen muss ich nicht mehr pumpen. Zuerst musste ich mittags (nur den schlimmsten Druck) abpumpen und nachmittags noch mal, die Zeiten habe ich immer weiter nach hinten geschoben und jetzt geht es ohne.

M. hatte überhaupt kein Problem mit der neuen Situation. Sie habe ich ja nur noch nach dem Mittagsschlaf gestillt, in den ersten Tagen bekam sie die abgepumpte Milch und nun trinkt sie ein angerührtes Fläschchen. Findet sie völlig okay.

Als nächsten Schritt zog M. vor zwei Tagen von der Bettmitte ins Beistellbett zu Papa. Dort stille ich sie dann noch zwei Mal, der Papa gab ein Fläschchen. Klappte auch gut, pausiert jedoch seit letzter Nacht, denn M. ist krank und daher wieder bei mir im Bett.

Ich bin frohen Mutes und glaube, dass es stimmt, was die Hebamme sagte: Wenn man keine Zweifel daran hat, klappt es auch. Ich werde weiter berichten.

Bis dahin wünsche ich euch ein tolles Osterfest!

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Etwas Altes endet, etwas Neues beginnt.

Die Wundermädchen sind nun 11 Monate alt. Bald haben sie ihren ersten Geburtstag. Ich kann es kaum fassen, dass aus meinen kleinen Babys nun Kleinkinder werden.

Ihr wisst ja, dass ich meine Mädchen stille. Ich tue es noch immer. Aber ich werde nun das Abstillen einläuten. Langsam, behutsam aber bestimmt. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich nun an meinen Grenzen körperlich und seelisch angekommen bin.

Mein Traum war ja, dass die Kinder entscheiden, wann sie nicht mehr stillen möchten. Ich habe geglaubt, dass sie immer weniger stillen desto mehr sie essen.  Für M. stimmt das auch. Sie stille ich nur noch nach dem Mittagsschlaf, abends und ca. 2x in der Nacht. Aber A. ist einfach ein Stilljunkie. Ich stille sie noch immer wie ein Neugeborenes. Zur Zeit verlangt sie Nachts Dauerstillen, tagsüber stille ich sie spätestens alle drei Stunden. Einschlafen ohne? Niemals! Ich bin gerade unglaublich müde und habe zusammen mit meiner Hebamme überlegt, wie ich aus dieser Misere ‚raus komme, denn zusätzlich plagen mich seit einer Weile Gebärmutter-entzündungen und Entzündungen der Schleimhäute, die laut meines Arztes dem Östrogenmangel zuzuschreiben sind. Daher würde die natürliche Schutzfunktion nicht gut funktionieren. Ich habe es jetzt immer schnell mit entsprechenden Medikamenten in den Griff bekommen, aber…

Ich bin jedenfalls fest entschlossen abzustillen und habe gestern damit begonnen. Unser Plan sieht so aus: Zuerst werde ich tagsüber abstillen. Um einen Milchstau zu vermeiden, pumpe ich gerade ab und gebe es stattdessen mit der Flasche. So wird sich die Milchmenge langsam reduzieren. Zusätzlich trinke ich Salbeitee. Wenn wir tagsüber abgestillt haben, widme ich mich der Nacht. Hoffentlich hat. A. bis dahin gelernt ohne Stillen einzuschlafen. In der Nacht werde ich abwechselnd stillen und Wasser geben, dann werde ich das Stillen immer weiter reduzieren. Am längsten werde ich das Stillen am Abend beibehalten. Der wichtigste Tipp meiner Hebamme: Es funktioniert nur, wenn du es wirklich willst und du keinen Zweifel daran hast. Ich glaube, das stimmt.

Das alles wird vermutlich ein paar Wochen dauern, aber das ist völlig okay für mich. Ich erzähle ihnen auch genau, was ich vorhabe. Sie sollen Zeit haben sich daran zu gewöhnen und ich brauche Zeit, mich davon zu verabschieden. Es war eine schöne und besondere Zeit.

Ich habe auch schon einen ersten Erfolg zu vermelden: Nachdem A. gestern nur in der Tragehilfe zum Mittagsschlaf zu bewegen war, schläft sie nun seit 1,5 Stunden friedlich neben mir. Kuscheln und Singen haben ihr gereicht, sie hat nur kurz ein bisschen geschimpft, aber nicht geweint.  Das hatte ich mir schwieriger vorgestellt.

 

Alltagskleinigkeiten

Ich habe nun zwei Krabbelkinder. Das ist wunderschön, denn A. ist plötzlich viel weniger frustriert. Es macht totalen Spaß, ihr zuzusehen, wie sie nun ohne mich als „Taxi“ die Welt entdeckt. Auch hier wird wieder deutlich, wie anders sie im Vergleich zu M. ist. Still und leise erkundet sie jede Ecke, beschäftigt sich allein und ist zufrieden. M. krabbelt ja immer hinter uns her und will Interaktion. Ich bin so gespannt darauf, wie sie sich weiter entwickeln.

Die Sache mit dem wunden Po hat sich noch nicht erledigt. Es ist immer wieder so gut wie abgeheilt und dann fangen wir wieder von vorn an. Das ist so frustrierend. Ich kann die Ursache einfach nicht ausmachen. Am Besten hilft gerade abends ein Sitzbad mit Muttermilch als Badezusatz zu machen. Eure Tipps probiere ich alle (Danke!), ich berichte, wenn es Erfolge gibt.

Wir verbringen gerade viel Zeit draußen. Das finden die Kinder großartig, all die Eindrücke. Ich muss oft lachen, denn beide sind der Meinung, man könne nur auf der Krabbeldecke bleiben, alles andere ist gefährliches Fledermausland.  Die Deckenkante ist die magische Grenze, die niemals überschritten wird. Wann sie sich wohl doch trauen?

Schlaf. Tja, der Schlaf. Sie schlafen furchtbar schlecht und ich bin unglaublich müde. Tagsüber haben sie auch einen völlig verschiedenen Rhythmus, so dass ich mich nie so richtig ausruhen kann. Alles nur eine Phase, nicht wahr? Gähn.

Und noch gute Neuigkeiten: Wir haben einen Kindergartenplatz, juchu! Der Haken? Erst an August 2016. Und ab Mai 2016 muss ich wieder arbeiten. Da müssen wir uns noch mal genau überlegen, wie sich das Problem lösen lässt.

Soweit von uns. Wir genießen unsere Zeit und da bleibt fürs Bloggen wenig Raum. Bald wieder mehr. Bestimmt.

Vielleicht.