Die Sache mit dem wunden Po

A. ist wund und plagt sich mit großem Juckreiz. Seit nunmehr über drei Wochen plagt sie sich damit herum. Dann ist es fast abgeheilt und von jetzt auf gleich wieder total schlimm. Ich kann die Ursache aber einfach nicht finden. Zuerst haben wir auf Soor behandelt, ohne Erfolg. Wir haben Feuchttücher weg gelassen, Obst vermieden, als Gemüse nur Kürbis gereicht, Sitzbäder gemacht, verordnete und empfohlene Salben verwendet, von Stoffwindeln zu P.ampers zu R.ossmann zu Stoffwindeln gewechselt, Windelfreizeiten gehabt, meine Ernährung angepasst… Der Kinderarzt ist ratlos. Auch eine eingeschickte Stuhl.probe brachte kein Ergebnis. Und jetzt sollen wir sie eine Weile glutenfrei ernähren. Das war die letzte Idee des Arztes.

Mein Herz weint. Ich mag nicht so hilflos sein. Und das Wickeln ist gerade eine Tortour, für uns alle.

Zurück zum Ich

Schritt für Schritt, Stück für Stück zurück in das „normale“ Leben. Dahin bewege ich mich gerade, und: Es ist anstrengend aus dieser Luftblase, in der man lebt, zurück  in ein normales Leben zu finden. Wieder selbstständiger sein tut gut, aber sich Freiräume schaffen kostet Kraft. Die Freiräume zu leben schenkt aber so viel neue Energie, dass es sich lohnt.

Einmal in der Woche gehe ich schwimmen. Zwei Stunden ohne Familie, nur für mich. Es tut unglaublich gut.

Ich gehe wieder einkaufen, mit den Kindern. Das hört sich vielleicht lächerlich an, aber ich habe mich lange nicht getraut, mit beiden allein in den Supermarkt zu gehen. Da ich dörflich lebe, ist dafür ein Auto nötig. Als die Kinder noch kleiner waren, hätte es einen Kinderwagen gebraucht, nun sitzt M. im Einkaufswagen und A. ist in der Tragehilfe. Das klappt toll. Und ich bin stolz.

Und nun werde ich ab Juni für 5 Stunden in der Woche in meinen alten Job zurück kehren. Teilzeit in Elternzeit heißt das. Ich freue mich drauf und bin auch total nervös. Aber es fühlt sich richtig an.