Erste Male

Gestern war ich das erste Mal seit der Geburt der Wundermädchen im Kino. Es war das Weihnachtsgeschenk für meine Mutter, sie suchte sich den Film „Vaterfreuden“ aus. Es war schön, ich habe gelacht, der Film war gut gemacht, ich hatte Popcorn, aber… Ja, aber.

Wisst ihr, worum es in dem Film geht? Ganz grob: Felix spendet seinen Samen, weil er Geld benötigt, hat danach aber einen kleinen „Nagerunfall“, der ihn steril macht. Er will seinen Samen zurück, damit er irgendwann Vater werden kann. Jedenfalls gerät er an ein Paar, wo er glaubt, der biologische Vater des ungeborenen Kindes zu sein. Die Beziehung des Paares ist jedoch eher eine Katastrophe (wie könnte es auch anders sein…).

So viel zum Inhalt. Und nun zu meinem „Aber“. Ich bin nun Mutter. Ich habe zwei wundervolle Mädchen und einen Mann, der diesen weiten Weg zum Eltern werden ohne wenn und aber mit mir gegangen ist. Ich mache mir keine Sorgen um meine Ehe. Und trotzdem hat dieser Film mich zutiefst erschüttert. All diese alten Emotionen, diese tiefe Verzweiflung, dieser dringende Wunsch… all das wohnt noch in mir. Diese Zeit hat Spuren hinterlassen, das wusste ich. Aber dass sie immer noch so präsent sind und dass diese Gefühle mich immer noch so treffen, hat mich doch überrumpelt.

Als ich gestern nach Hause kam, saßen meine drei Schätze im Bett und strahlten, weil ich wieder da war. Ich habe ein unglaubliches Glück, das weiß ich auch. Jetzt muss ich nur noch überlegen, wie ich diese alten Gefühle wieder los werde.

Geht es euch ähnlich? Wie geht ihr damit um?

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3 Kommentare zu “Erste Male

  1. Oh ja, das kenne ich, diese alten Gefühle, die so alt nicht sind. Zumal ich ja mit der Familienplanung noch nicht angeschlossen habe und mir trotz meines Alters von bald 41 noch ein zweites Kind wünsche. Aber selbst an den Tagen, an denen ich mir dessen nicht mehr so sicher bin, trifft mich jede neue Schwangerschaft aus meinem Schwangerschafts- und Babyforum und ich werde ganz wehmütig wenn ich in der Stadt einen Babybauch oder ein Neugeborenes sehe. Teilweise sitze ich dann auch abends bei meinem Zwerg im dunklem Schlafzimmer und verdrücke ein paar Tränen.

  2. Hallo,
    ich schiebe diesen Film grad vor mir her. Würde Ihn gern sehen und mein Mann auch aber wir sind ja genau in der Situation und irgendwie habe ich mir eingebildet, dass mein Mann sich nicht so bewusst ist um was es in dem Film wirklich geht.
    Nicht, dass ich denke nun kommt plötzlich der Spender aber es ist alles so nah an uns und ich schieb es lieber weiter weg obwohl der nächste Versuch auch nah rückt… Naja hat noch Zeit

  3. Hallo, mag auch was dazu schreiben… Ich werde mir den Film nicht ansehen. Zuerst wusste ich gar nicht um was es genau geht, als ich es aber dann erfahren habe nahm ich direkt Abstand mir dieses anzusehen… Habe schon genügend Gedanken in mir und bin schon sehr auf die erste Zeit nach der Geburt gespannt. Schön ist, dass mein Mann an der Schwangerschaft teilnehmen kann, so wird es auch SEIN Kind sein.

    Lass dir liebe Grüße da!
    Lotte (wirbelwindwusch.wordpress)

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