Körperlichkeiten

Sechs Hormonbehandlungen, zwei kurze Schwangerschaften, eine Zwillingsschwangerschaft: Sie haben Spuren hinterlassen. Deutliche. Und die meisten Spuren werden wohl bleiben. Gerade arbeite ich hart daran, mich damit anzufreunden.

Wo fange ich nur an… Jede Hormonbehandlung ließ mein Gewicht tanzen, ich nahm zu. Stetig. Nach jedem negativ nahm ich auch wieder ab. Aber ein klitzekleines bisschen Extragewicht blieb immer. Die zwei kleinen Schwangerschaften haben an meinem Körper vermutlich keine Spuren hinterlassen, „nur“ in der Seele. Die Zwillingsschwangerschaft allerdings schon. In Fakten heißt das: Kaputtes Haar, brüchige Nägel (das geht doch nach dem Stillen wieder weg?), und am deutlichsten hat mein Bauch gelitten. Tief eingerissenes Gewebe, mittlerweile zwar blass vernarbt, aber unwiederbringlich da, zuviel Haut (ich hab die Hoffnung aufgegeben, dass sich da noch was tut), loses, weiches Gewebe, so dass mein Bauch, trotz dass ich einigermaßen schlank bin, immer lustig zur Seite ‚rüberfällt, wenn ich mich auf Selbige lege. Und die größte Baustelle erwartet mich noch: Was wird nach dem Abstillen von meiner B.rust übrig sein?

Mein Körper hat Einiges geleistet, darauf bin ich stolz. Aber mit den Spuren muss ich mich noch anfreunden. Ich schaue oft an mir ‚runter und erkenne mich nicht wirklich. Das neue Ich und ich müssen wohl noch ein bisschen zusammen wachsen.

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13 Kommentare zu “Körperlichkeiten

  1. Lass dich mal drücken. Ich kann dir noch sagen, dass es nichts mit dem Stillen zu tun hat, dass sich die Brust verändert. Das liegt an der Schwangerschaft und den Hormonen. Meine sieht auch nicht mehr doll aus, aber das war sie auch eh nie. Hab nichts mehr übrig :/ Ich suche gerade noch nach nem guten Training für den schlappen Bauch bei mir ^^ alles wird gut, die Männer lieben uns trotzdem 😀

  2. Naja, wie vorher wird vermutlich nichts werden, aber zu Brüsten kann ich dir nur sagen – da bei mir nur eine von beiden überhaupt ein wenig Milch hatte, und ich die mit allen erdenklichen Mitteln abgequält hab, sah die nachm Abstillen furchtbar aus – 3 mal größer als die andere und hängend wie noch was. Tatsächlich war sie jetzt, vorm neuerlichen „Stillen“, fast gleich groß und fast an der gleichen Stelle (*seufz*) wie die andere… Also – da geht schon bissl was! 🙂

  3. Mein Bauch ist auch eine weiche, gestreifte Masse. Längst nicht so wie vorher. Flach war er nie, aber er hat nie geschwabbelt. Schon ein bisschen komisch. Aber auf der anderen Seite vermisse ich eigentlich mehr den großen Bauch, der zwei tolle Mädchen geschaffen hat und ihre Wohnung war. Und dann denke ich mir, wie klein er doch geworden ist und dass er jetzt ausruhen darf, nach so einer tollen geleistetn Arbeit. Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass er jemals wieder wird wie zuvor, mit keinen Übungen der Welt. Aber das macht nichts, so werd ich immer daran erinnert. Der Bauch hat eine Funktion und zwar nicht gut aussehen, sondern Babys austragen. Genau das gleiche mit den Brüsten.

    • Liebe Bettina,

      ja, du hast recht, und das weiß ich auch. Trotzdem muss ich mich in dieser Rolle neu finden und neues Selbstbewusstsein entwickeln. Ob ich wohl jemals wieder einen Bikini trage? Selbstbewusst? Das würde ich gern, traue mich jetzt aber noch nicht.

      LG, Emma

  4. Es wird wohl nie wieder so wie vorher.
    Aber deine Kleinen sind noch nicht mal ein Jahr oder?!
    Gib deinem Körper noch etwas Zeit! Da geht noch was, bestimmt!

  5. Ich habe nicht gestillt und nach 2 Schwangerschaften von D auf B abgenommen. Das ist schade, aber lässt mich trotzdem schlafen 😉 ebenso der seitlich hängende Bauch. Wir könnten einen Club gründen… ABER: die Männer lieben und trotzdem! Weil wir einfach die tollsten Frauen sind!

  6. Ich würde straffe Brust und straffen Bauch sofort tauschen, wenn dafür mein Wunsch endlich in Erfüllung gehen würde. Zusätzlich bin ich mir sicher, dass es mit der Zeit wieder besser wird, war zumindest bei meinen Freundinnen so.
    Lg
    Gonal

  7. In einem ganz anderen Zusammenhang habe ich einmal den Kommentar gelesen, dass wir stolz sein können auf unsere Körper, unsere Narben, denn sie erzählen eine Geschichte. Wir haben ganz viel geschafft!
    P.S. Ich bin erfreut, dass sich hier so viele Weichbäuche melden 😉
    Meine Söhne mögen meinen weichen Bauch, schieben die Größe allerdings auf meinen Kaffeekonsum … 😉

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