Hand aufs Herz

Es ist eine große Herausforderung eine Zwillingmutter von vier Monate alten Wundermädchen zu sein. Sie nehmen mich ein, mit Haut und Haar. Sie bestimmen, wann und ob ich schlafe, was, wann und ob ich esse, wo ich hingehe und vor allem wie lange, ob und wann ich dusche, dass ich in der nächsten Zeit wohl nicht zum Frisör gehe und noch so vieles mehr. Mein Garten verwildert, mein Haus ist nie richtig sauber, von den Fenstern wollen wir gerade gar nicht reden. Letzte Nacht stillte ich in der Zeit von 10 bis 6 ganze 9 mal, seit drei Wochen stille ich nachts nicht weniger als sechs Mal. Mein Verstand ist im Dauerdämmerzustand, vorletzte Nacht war ich so verzweifelt, dass ich während eines nächtlichen Stillens weinen musste. Müde, erschöpft, eigentlich möchte ich mich in Embryostellung ins Bett legen und da für zwei Tage bleiben. Und doch sammele ich jeden Morgen ein bisschen Kraft zusammen und bewältige den Tag. Es macht mir auch Spaß, ich lache viel mit den Mädchen, kümmere mich gern. Je mehr ich mich zurück stelle und meine Bedürfnisse ignoriere, desto besser läuft es.

Ich lese während des Tagstillens gern Blogs und bin erstaunt, was andere Mütter noch alles so machen. Nähen, stricken, häkeln, basteln, dekorieren, backen, kochen und nicht zu vergessen die eigene Schönheitspflege. Ich dagegen bin froh, wenn ich etwas Sauberes anhabe, die nötigste Grundpflege erledigt habe und duschen kann, wenn der Wundermann da ist. Den Haushalt erledige ich in den wenigen Kinderschlafpausen, ich putze wenn meine Mutter zur Kinderbespaßung kommt. Der Wundermann kocht oft und kauft ein. Und was mache ich den ganzen Tag? Aufstehen um spätestens sieben, Kinder waschen, wickeln, anziehen, stillen, hoffen, dass sie noch mal ne halbe Stunde schlafen, wenn ja in der Zeit mich waschen, anziehen, frühstücken, Wäsche, dann stillen, Kinder in den Kinderwagen, spazieren, stillen, in den Mittagsschlaf schaukeln, essen, den nötigsten Haushaltskram erledigen, stillen, mit den Kindern spielen, nebenbei Wäsche falten und wegräumen, den Wundermann begrüßen, duschen, essen, stillen, dringende Haushaltsdinge erledigen, die noch nicht geschafft wurden, Haare fönen während der Wundermann die Kinder bettfein macht, fix aufräumen und dann die Kinder in den Schlaf begleiten. Manchmal noch mal aufstehen und Wäsche anstellen (mit Startvorwahl). Und dann ist der Tag schon rum. Nachts bleibt mir dann nur, die anderen Mütter zu bewundern und dankbar zu sein, dass meine Töchter nicht noch zusätzlich Quengelweinkinder sind. Und ganz leise flüstert eine Stimme: Du schaffst es einfach nicht. Du solltest es sauber und ordentlich haben, nähen, basteln, dekorieren, kochen und noch so viel mehr. Hand aufs Herz: Wie macht ihr das nur? Ich schaffe es nicht.

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25 Kommentare zu “Hand aufs Herz

  1. Ich kann mir nicht vorstellen, dass andere das alles schaffen, sie würden es sicher nur nicht so zugeben wie du. Deinen Kleinen ist es doch egal ob die Fenster sauber sind, Hauptsache ihre Mama gibt ihnen all ihre Liebe. Und das tust du!
    In drei Monaten kann ich dann auch wirklich mitreden 🙂

  2. Danke für diese Worte. Ich habe kein eigenes Kind, kann mir also nur vorstellen, wie viel Arbeit es ist und frage mich bei einigen Müttern, wie das gehen soll, ich schaffe ohne Kind an einem Tag nicht dieses Pensum!
    Lass dich nicht verunsichern, in bloggs kann man vieles zeigen und trotzdem im Hintergrund verzweifeln…

  3. Als Mütter von zwei Kindern kann ich nur sagen: Die, die behaupten, all das zu schaffen, lügen entweder….oder sie setzen die falschen Prioritäten!

    Es ist so vollkommen egal, ob die Fenster geputzt sind. Was du dafür deinen Kindern schenkst, wiegt das tausendmal auf und ist das, was wirklich zählt.

    Bedürfnisse befriedigen. Stillen, tragen, in den Schlaf begleiten, kuscheln, lieben.

    Und es ist ein Kraftakt, nachts zu stillen. Schon bei einem Kind. Man fühlt sich ausgelaugt, man wird sauer, traurig, fühlt sich hilflos, weil man so erschöpft ist. Möchte am liebsten alles hinschmeißen und einfach nur schlafen!

    Aber es lohnt sich, diesen Weg zu gehen.

    Natürlich sollte man sich selbst dabei nicht völlig vernachlässigen. Aber die Zeit dafür wird wieder kommen. Und in den allerersten Monaten stellt man sich selbst automatisch zurück, aus gutem Grund, denn genau da brauchen die Kinder die komplette Aufmerksamkeit der Mutter. Wenn sie größer werden, werden die Freiheiten Stück für Stück wieder kommen und es wird eine Freude sein, mal in Ruhe einen Kaffee/Tee/etc. zu trinken und später darüber zu lachen, wie schwierig alles am Anfang war. Ich gehe sogar so weit, dass man rückblickend die positiven Dinge viel stärker im Kopf behält. Die kleinen Hände, die sich vertrauensvoll in die große Hand schmiegen. Das zufriedene Schmatzen, kurz bevor das Baby beim Stillen einschläft, die leuchtenden Augen, die alles in der Umgebung mit unstillbarer Neugier beobachten.

    Ein einziges Kind stellt ja schon alles auf den Kopf. Was es bedeutet, Zwillingsmutter zu sein, kann ich mir im Traum nicht ausmalen, denn meine Kinder sind im Abstand von vier Jahren geboren worden. Und ich habe den allergrößten Respekt vor solch einer Leistung!

    Du schaffst das! Und zwar genau so, wie es gut ist!

  4. Du bist voll im Lot und bewältigst alles ganz wunderbar mit dem ganz normalen Maß an Erschöpfung, Verzweiflung und Liebe. Heutzutage gehört es zum guten Ton, dass alles easy ist: Glückliche Mutter bastelt sich frei und strahlt vor Lebensglück. Ist aber in der Realität nicht so. Babys und Kleinkinder nehmen alles von Dir und brauchen das auch.
    Mein Ältester ist jetzt 20, der jüngste 9 . Zum Aufatmen mit erhöhtem Freizeitanteil komme ich seit ca. 4 Jahren. Was haben wir uns Nächte um die Ohren geschlagen, auf dem Zahnfleisch den Haushalt verrotten lassen und doch immer wieder Licht erblickt…
    Kopf hoch, es wird besser . Und um ehrlich zu sein, im Nachhinein hätte ich gerne doch noch zwei Kinder bekommen, weil es besser und schöner ist wie jegliches Basten, Bloggen und Machen.
    Liebe Grüße
    Stef

  5. 1) mir ging es GANZ GENAU SO. Ich stand mal nachts am Wickeltisch und hab Rotz und Wasser geheult, einfach weil ich so furchtbar müde war.

    2) Haushalt? Hä? Will sagen: dein Job sind deine Mädchen. Wenn sich irgendwer über den Zustand deines Haushalts beschweren möchte, kriegt der von mir auf die Nase.

    Hand aufs Herz: mir geht es bis heute teilweise noch so. Und ich hab nur ein Kind.

    Vorschlag: Stell nicht deine Bedürfnisse zurück, sondern deine Ansprüche. Nutz die Kinderschlafphasen und mach selbst ein Nickerchen. Alles wird gut, ich verspreche es dir. Fühl dich umarmt :*

  6. Hm, mir wurde gesagt ich solle von Insider zu Insider was schreiben. Leider weiß ich nicht was. Ich verstehe den Stress, die Müdigkeit und das alles aber ich verstehe nicht wie man es trotz Mann und einer Oma die die Kinder bespasst nicht schafft. Meine Zwillinge sind mittlerweile fast 13 Jahre alt und entwickeln sich gut, schulisch top und auch sonst alles ok bis auf diverse pubertäre „Anfälle“. Ich hab es auch geschafft und ich war Alleinerziehende! Auch hier waren mal die Fenster nicht geputzt oder es standen mal ein paar Teller rum die nicht abgewaschen waren, das ist normal. Ich wohne 5. Etage, kein Fahrstuhl und musste beide Kids und den Einkauf nach oben schleppen. Ich hatte keine Hilfe durch Mann oder Oma trotzdem hat alles geklappt. Man wächst mit seinen Aufgaben! Vielleicht dauert es bei die nur etwas länger. Man gewöhnt sich um, man schläft wenn die Zwillinge schlafen und putzt wenn sie z.b. spielen, man hängt nachts um 23 Uhr Wäsche auf ….. alles machbar. Nach wie vor gilt der Spruch „Kleine Kinder, kleine Sorgen. Große Kinder, große Sorgen“. Wenn sie älter werden gehen einige Probleme weg, andere kommen dazu und du wirst manchmal denken „wären sie doch nur wieder klein“.
    Also: Kopf hoch, durchhalten und immer wissen wofür du das alles tust. Für deine Kinder!

    Gruß Jana

    • Liebe Jana,

      ich bewundere dich ehrlich und aufrichtig, dass du das alleinerziehend so gut geschafft hast. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob wir uns gerade ein bisschen missverstehen? Ich glaube, ich schaffe das hier auch ganz gut, auch M. und A. entwickeln sich toll und ich liebe die Zeit mit ihnen, dennoch finde ich es gerade ein bisschen anstrengend. Ja, ich habe ein bisschen Hilfe. Jedoch ist der Wundermann selbstständig, immer erst um 18Uhr zu Hause und muss sich oft noch ins Büro setzen, wenn wir im Bett sind. Er arbeitet auch Samstags, daher bleibt uns nur der Sonntag. Meine Mutter kommt alle zwei Wochen und nimmt die Kinder, denn sie hat auch reichlich zu tun mit meinem pflegebedürftigen Großvater. Umso dankbarer bin ich ihr für die kostbare Zeit, die sie mir damit freischaufelt. Eigentlich wollte ich nur wissen, wie andere Mütter es schaffen noch so viel nebenher zu erledigen. Du hast das scheinbar geschafft. Verrätst du mir wie? Ich bin da ehrlich neugierig, denn ich müsste definitiv irgendwas vernachlässigen um z.B. nähen zu können. Kann man das wirklich alles schaffen?

      LG, Emma

  7. Hm, ich hab nur eines.. (das dafür aber ein sehr anstrengendes), das ist nun nächsten Monat ein Jahr alt. Ich schaffe unter der Woche an 2-3 Tagen das Nötigste im Haushalt, grade eben putze ich alle paar Tage ein Fenster (ich sag nun GANZ leise – zum ersten Mal seit seiner Geburt). Ich hab schon 3 mal gebacken, weil ich das einfach wahnsinnig gern tue und mir die Zeit einfach nehmen *musste*, und direkt nach der Geburt hab ich mir ein Tiramisu zusammen gerührt (weil ich mich soooo drauf gefreut hab). Ich war bisher einmal alleine weg abends für 3 Stunden, seit er auf der Welt ist. Ich häkle jeden 2. Tag etwa 3 Reihen der Kuscheldecke fürs zweite. Meine Haare habe ich um gut 70cm abgeschnitten, weil Pflege nicht mehr drin war. Ich schaff es nur mit Müh und Not mir die Beine immer rechtzeitig zur nächsten Schwangerschaftsvorsorge zu enthaaren. Ich schminke mich noch etwa 2 mal im Monat.

    Nein, … mach dir keine Gedanken, ich fürchte, das ist im ersten Jahr eher der Normalfall. Und Ausnahmen gibt es dort, wo es tatkräftige Hilfe gibt. Sobald dir Verwandte die Fenster putzen, Staubsaugen, das Bett machen, zum Essen einladen, nen Kuchen vorbeibringen, tagsüber spazieren fahren und dich ausschlafen lassen – DANN hättest du all die Energie und Nerven für Krimskrams. Ich bin mir ziemlich sicher dass die meisten Mamas, die Zeit dafür haben, Hilfe im Alltag bekommen, egal in welcher Form. Wenn das alles an Mama hängen bleibt, und man ein anstrengendes oder noch „schlimmer“ (in diesem Zusammenhang, wohlgemerkt!) gleich ZWEI hat, darf man sich da nicht vergleichen, dem eigenen Seelenheil zuliebe..

    Abschließend also – ja, das wird immer besser, aber mit immer wieder ganz fiesen Episoden dazwischen, und leichter je mehr Hilfe du dir für die unwichtigen Dinge nehmen kannst… In diesem Sinne hoffe ich, du drückst dem nächsten Besuch nen Staubsauger oder beladenen Kinderwagen in die Hand! Alles Gute! ❤

  8. Liebe Emma,
    hier schmeißt der Mann den kompletten Haushalt, sonst würde der komplett verrohen. Und ich heule selbst bei einem Kind regelmäßig vor Müdigkeit. Und denke oft, dass ich dass niemals schaffen werde.
    Aber wir schaffen das. Und Schminke und Haushalt sind auch nächstes Jahr noch da 😉
    Fühl dich gedrückt!

  9. Sobald die Kinder regelmäßige Schlafphasen haben, wird es entspannter. Da weiß man dann ganz sicher, dass z. B. für 1-1,5 Stunden am Vormittag und Nachmittag auf jeden Fall ein Nickerchen stattfinden wird und freut sich wie Bolle darauf, in dieser Zeit in Ruhe Kaffee trinken und Zeitung lesen zu können o. Ä. Aber das muss man seinen Kindern (seinem Kind) natürlich „antrainieren“, spätestens wenn man mit Brei anfängt und es eine feste Mittagsmahlzeit gibt, nach der man sein Kind konsequent hinlegt. Es wäre auch jetzt schon einfacher für dich, wenn deine Mädels allein einschlafen könnten/würden, denn ich denke, es erfordert einen hohen Zeitaufwand, die Kinder immer in den Schlaf „zu begleiten“ (ist auch eigentlich gar nicht nötig, alle Kinder können auch von allein einschlafen, wenn sie müde sind, aber wir Mamas gewöhnen ihnen manchmal allzu gerne an, dass sie das nicht tun müssen).

    • Kann Judy nur beipflichten. Bei mir hat die Muttermilch nicht für beide gereicht. Deswegen gab es tagsüber die Muttermilch und abends stattdessen Ersatzmilch. Habe die absichtlich um die Zeit gegeben. Denn damit sind sie länger satt und schlafen länger. Hatte vorher rumprobiert wann ich die Ersatzmilch gebe. So war es am besten, für die Kids und für mich. Sie bekamen sie gegen 22 Uhr und dann schliefen sie bis ca. 6 Uhr. Ich habe auch immer einen genauen Zeitplan eingehalten, war organisatorisch für mich einfacher und die Kids wussten sozusagen was kommt. Zum schlafen muss ich sagen das ich meine Jungs direkt nach dem heimkommen aus dem Krankenhaus schlaftechnisch getrennt habe. Im KH hatten sie ein Bettchen zusammen, hier zu Hause hatten sie ein gemeinsames Zimmer in dem die Betten nicht mal nebeneinander standen. Wenn ich sie ins Bett brachte kuschelte ich nochmal kurz mit ihnen, erzählte was, machte das kleine Nachtlicht an und verließ das Zimmer. Es ist zwar nett gemeint die Kids in den Schlaf zu begleiten, aber es kann später dazu führen das sie selbst mit 3-4 Jahren noch nicht allein einschlafen. Außerdem fehlt dir diese Zeit für dich. Während sie allein einschlafen könntest du schon andere Sachen z.B. was aufräumen oder eben nähen 😉

      Gruß Jana

  10. Liebe Emma,
    mach Dir keinen Kopf – Du machst alles richtig! Basteln, häkeln und all die schönen „Supermami-Dinge“ braucht doch im ersten Lebensjahr kein Mensch.
    Ich schaffe es selbst mit einem Kind noch nichtmal, den Haushalt nebenher zu schmeissen. Seit 2 Monaten haben wir ne Putztruppe, die alle 2 Wochen kommt, vorher hat mein Mann fast alles gemacht (der unter der Woche tagsüber ca. 13h ausser Haus ist, weil er pendelt; Verwandtschaft haben wir leider nicht in der Nähe). Mein Kleiner ist jetzt 10 Monate alt, erst seit ein paar Wochen komme ich dazu, die Mahlzeiten halbwegs in Ruhe vorzubereiten und auch mal die Spülmaschine ein- und auszuräumen oder Wäsche zu machen. Er ist halt ein „24h-Baby“, das ganz viele Nähe und Körperkontakt braucht; alleine beschäftigen ging bis vor kurzem allerhöchstens mal 5 Minuten, und auch jetzt eher selten länger. Und selbst wenn – jetzt, wo er robbenderweise die Wohnung unsicher macht, kann ich ihn auch nicht lange alleine machen lassen, sondern muss ein Auge auf ihn haben, was er grade anstellt; oder hinter ihm her aufräumen, weil halt gerade mal Kisten ausräumen angesagt ist.
    Alleine einschlafen geht gar nicht, weder abends noch tagsüber. Und nein, das habe ich ihm nicht angewöhnt – es gibt Babys/Kinder, die können das, und welche, die können das eben nicht. Und ich bin auch der Meinung, dass ein Baby oder auch Kleinkind nicht alleine einschlafen können muss (nette Lektüre zu dem Thema: „Born to be wild – Kinder verstehen“ von Herbert Renz-Polster). Nachts stille ich nach der ersten, etwas längeren Schlafphase, auch noch mindestens alle 2-3 Stunden, teilweise auch öfter, was natürlich anstrengend ist. Seine mittlerweile noch 2 Schläfchen tagsüber nutze ich daher konsequent für mich, meist indem ich neben ihm liege und auch ein Nickerchen halte, oder mal in Ruhe was lese.

    Ich erinnere mich übrigens noch gut an die Zeit, als mein Kleiner im Alter deiner Wundermädels war – damals war auch eine Phase, in der ich alles noch anstrengender fand als eh schon, und oft den Tränen nahe war. Das wurde dann wieder etwas besser (weil ich mich dran gewöhnt hatte), und dann wieder schlimmer, weil er plötzlich nachts stündlich wach wurde und wieder in den Schlaf gestillt werden musste, anders konnte er nicht wieder einschlafen. Es gab auch immer mal Nächte, in denen er mal eben 2h wach war und entweder rumgeturnt ist, oder rumgejammert hat, weil er nicht wieder einschlafen konnte.

    Lange Rede kurzer Sinn: alles ist nur ein Phase, es wird irgendwann wieder besser.
    Und lass Dich von den strickenden, häkelnden, bastelnden Supermamis nicht unter Druck setzen! Geniess einfach die Zeit mit Deinen Wundermädchen!

  11. Liebe Emma,
    ein bisschen schockiert bin ich, dass hier direkt die „Achtung, du verwöhnst sie!“ Töne laut werden. Ojeoje.
    Bitte behalte dir diese tolle Eigenschaft auf die Bedürfnisse deiner Mädchen einzugehen.
    Ich kann rückblickend sagen, dass ich die ersten Monate auch nicht viel geschafft habe. Das wurde irgendwann immer besser und heute gehe ich wieder geschminkt aus dem Haus und habe so meine Strategien entwickelt wann ich aufräume oder andere Dinge erledige. Perfekt ists hier sicher nie, gewischt wird dann halt nur einmal die Woche auch wenns häufiger gut wäre. Und es gibt so viel wichtigeres…
    Genieß deine beiden Mädchen und lass dich bloß nicht von anderen stressen. Es ist nur wichtig, dass es euch gut geht.
    Ich bin so froh, dass ich von Anfang an diese Einstellung hatte und die ersten Monate einfach auch genossen habe wenn ich stundenlang kuscheln „musste“ anstatt etwas im Haushalt zu tun. Denn das sind die Dinge, an die du dich danach erinnerst. Ich denke gern an die vielen Kuschelstunden zurück, wie oft ich mich tagsüber mit hingelegt habe um dann auch Kraft für stillreiche Nächte zu haben. In meiner Erinnerung ist es total egal, dass ich dabei ungeschminkt war und die Fenster dreckig waren.
    Ganz liebe Grüße!

    • Liebe Blumenpost, liebe Emma,
      auch wenn ich meinen Senf schon hinreichend abgegeben habe 😉 möchte ich hier nochmal beipflichten!
      Das Einschlafbegleiten ist zwar anstrengend, vor allem in den Phasen, in denen es mehr EInschlafkampf als Einschlafbegleiten ist. Aber dennoch möchte ich diese Kuschelstunden nicht missen. Es ist so unglaublich schön, wenn der Zwerg an mich gekuschelt einschläft – das ist das, was in Erinnerung bleibt und Kraft gibt für die anstrengenden Stunden.
      Und verwöhnen kann man Babys in dem Alter nicht, schonmal gleich gar nicht mit Liebe, Zuneigung, Eingehen auf ihre Bedürfnisse, Tragen, Kuscheln etc.

  12. Eigentlich hat hier keiner was von verwöhnen geschrieben!!! Es geht auch nicht darum, dass die Mütter, die ihre Kinder allein einschlafen lassen, nicht gerne oder häufig mit ihren Babies kuscheln! Vollkommen falsch verstanden, tut mir leid. Ich habe zwei Söhne und kann aus eigener Erfahrung berichten, dass ich beim ersten ewig gebraucht habe, bis ich mal wieder einen halbwegs normalen Tagesablauf hatte, weil ich einfach sehr eingenommen von dem Kleinen war. Und auch er schlief nie von allein ein und konnte das auch nicht (dachte ich zumindest). Beim zweiten Kind ist einfach alles anders…der Tagesrhythmus ist durch das erste Kind vorgegeben und das zweite Kind muss einfach auch mal allein im Laufstall und im Bettchen liegen (und das wird jede Mutter mit mindestens zwei Kindern, die keine Zwillinge sind, bestätigen). Und siehe da, wenn man das Kind von Anfang an nicht jedes Mal auf der Brust, auf dem Arm oder beim Stillen einschlafen lässt, kann sehr wohl jedes Kind allein einschlafen! Wie gesagt, wir gewöhnen sie einfach sehr schnell an bestimmte Abläufe…das hat letztlich nichts mit VERWÖHNEN zu tun, aber man muss halt wissen, ob es so das richtige für einen ist. Und Emma wollte ja schließlich auch Tipps hören, wie sie evtl. etwas Zeit gewinnen könnte.

  13. Liebe Emma, ich sende dir ein Riesenkraftpaket wie nur du es brauchen kannst!
    Du vollbringst eine Meisterleistung und wie du schon schreibst wenn du (und das tust du einfach aus purer Mutterliebe) deine Bedürfnisse hinten anstellst sind die Wudnermädchen bestens versorgt.
    Ich kann dir als super Entlastungstipp nur sagen,suche dir eine Haushaltshilfe und die Last fällt schonmal weg- Bei uns ist es zumindest so!
    Alles Liebe weiterhin-halte durch du Wundersupermama!!!

  14. Liebe Emma,
    nur mit einer Baby-Dame geht’s mir genau wie Dir! Wir schaffen das!

    Und jetzt folgt kein Tipp, was Du verbessern könntest, sondern nur ein virtuelles Schulterklopfen!

    LG
    EmmasMum

  15. Pingback: Klartext. | der kleine muc²

  16. Liebe Emma,
    meine Zwillingsmädchen sind jetzt 6 Monate alt. Und es geht mir genau wie dir! Ich bin abends hundemüde und habe so gut wie nichts erledigt. Meine Hauptaufgabe für den Tag besteht darin zu schauen, dass wir saubere Fläschchen und abgekochtes Wasser haben, dann ist der Tag gut 😀 Alles andere ist Nebensache. Ich habe mich auch schon manchmal gefragt ob ich mit einem Kind mir einen faulen Lenz machen könnte 😉 Und dann lachen mich die Beiden an und ich wollte für nichts auf der Welt mit einer Ein-Kind-Mama tauschen. Halte durch es wird besser. Die Nächte werden langsam besser und die Tage auch. Wir haben eine Haushaltshilfe auf Mini-Job-Basis, die mir einmal die Woche durch die Bude düst und alles putzt und eine Frau die mir 3 Stunden auf meine Kinder aufpasst, dann kann ich auch mal in Ruhe duschen und einkaufen. Das ist so viel Wert. Ich kann dir das nur empfehlen. In vielen Gemeinden gibt es eine Nachbarschaftshilfe, vielleicht kannst du dich da hin wenden. Wir hatten im Gemeindeblatt inseriert, dass wir Hilfe benötigen. Vielleicht hilft dir das. LG Lyra

  17. Ich möchte grad so wahnsinnig viel schreiben, (aber ich bin zu müde) darüber wie unpassend ich das eine oder andere finde, was hier geschrieben wurde, aber auch wie mir deine Worte bekannt vor kommen. Du klingst wie eine ganz normale Erstlingsmama. Nur hast du zwei Kinder. Wenn ich also mittags schon total entnervt, Emil aus dem Stuhl hebe, weil er nicht sitzen bleibt, sondern immerzu aufsteht, denke ich an all die Zwillingsmamas, die das im Doppelpack haben. Damit möchte ihr dir keine Angst machen, sondern nur in riesen Lettern darauf hinweisen, dass du da zwei so kleine Menschlein auf einmal betreust. Das ist ne Wahnsinnsaufgabe. Ich denke oft, man hat nur soviel Schwung, wie das schwächste Glied in der Familienkette und so lange so kleine Kinder da sind, ist es für einem selbst eventuell besser, man erobert einfach nur den Tag und nicht noch die ganze Welt. 🙂 (Das kommt dann später!)

  18. Deine Kinder sind super versorgt. Das ist das Wichtigste und darauf kannst du stolz sein. Man schafft den Haushalt nebenher nur mit Hilfe, entweder der Mann oder die Oma oder die Putzfrau. Ich habe damals eine gute Mischung aus allen drei Personen gewählt und Aufgaben verteilt. Nähen, Basteln und jeden Tag bloggen? Keine Chance. Habe ich alles nie gemacht, nie geschafft und musste es ja auch nicht. 1 Post auf meinem Blog pro Monat, das habe ich gerade noch so hinbekommen. Mach dir nicht solch einen Druck. Die Zeit für die Kreatives, Sport o.ä. kommt wieder. Ist ja alles nur eine Phase 😉
    Je älter sie werden, umso einfacher und schöner wird es mit ihnen. Meine sind gerade 3 Jahre und zum Fressen süß und lieb!
    LG Katrin vom Zwillingsblog

  19. So und nun sag ich dir was heute hatten wir es von dir 😉 mein Mann und die Familie weil ich nachts immer total Banane bin und mich oft frage schaffe ich es wenn mein Mann wieder arbeitet und dann dachte ich komm schon die Emma die macht das auch die hat Zwillinge die macht es so toll nimm dir ein Beispiel stillen von Zwillingen und du überlegst schon bei einen kleinen Mädchen 🙂 ich hab so Respekt vor dir du machst das ganz toll wirklich Super und mit jedem Lächeln danken es dir deine beiden

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