Diese Elternsache.

Seit etwas mehr als acht Wochen sind wir Eltern. Und das sind wir, mit Haut und Haaren und all unserer Liebe. Unser gesamtes Leben umkreist diese wundervollen Wesen,  Tag und Nacht. Wir praktizieren das Familienbett, haben das Babyphon noch nicht einmal ausgepackt, die Babies sind immer da wo wir sind und wollen das auch nicht anders.

Aber langsam, ganz langsam flüstert da eine leise Stimme: Wo ist eigentlich das Paar geblieben? Wir kuscheln die Kinder und nicht einander. A. schläft zwischen uns. Unsere Gespräche drehen sich um die Kinder. Dem Wundermann bleiben eben nur die Abende und die Sonntage mit seinen Mädchen. Es ist auch wie verhext: Er kommt zur Tür hinein und Beide sind wach. Es gibt dann wütendes Gebrüll, weil er erst Duschen muss, bevor er sie hoch nehmen kann. Und nun frage ich mich: Wann wollen/ können wir wieder Paar sein? Wie sollen wir das integrieren? Und wie erklären wir das A., die keine Sekunde ohne uns sein möchte? Tipps und Ratschläge?

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8 Kommentare zu “Diese Elternsache.

  1. Das kenne ich. Wir schlafen zu Zeit getrennt, mein Mann im Wohnzimmer und ich mit der Kleinen im Schlafzimmer. Mein Mann kommt um halb acht nach Hause und ich gehe um zehn ins Bett. Und klar dreht sich alles um die Kleine. Wir essen sogar manchmal getrennt, da die Kleine meist anfängt zu weinen wenn wir essen.
    Ich denke, die Zeit kommt wieder.

  2. Bei uns wars so etwa nach dem 3. Monat, um die Zeit als er angefangen hat sich selbst zu beschäftigen (auf die Dinger im Spielebogen haun), dass er auch mal von *mir* Ruhe wollte und ungestört sein. Da wurds dann auch leichter, mal wieder gemeinsam Abend zu essen oder ne Serienfolge zusammen zu gucken oder whatever…
    Bei 2 Babys stell ich mir das schon komplizierter vor, dass mal beide nichts wollen für ne halbe Stunde, Stunde.. aber ich denke, auch da kommt der Punkt wo sie nicht mehr rundum Service brauchen, und ihr für euch nutzen könnt..
    Alles Gute, und ein wenig Freizeit wünsch ich euch 🙂

  3. Abwarten, liebe Emma… Es dauert nicht mehr lange, bis deine zwei sich gegenseitig entdecken und später auch voller Hingabe gemeinsam den Spielzeugkorb ausräumen und um genau das Spielzeug streiten, was die Andere gerade hat.
    Momente zu zweit bleiben selten… Vor allem Momente, bei denen die Gespräche sich nicht um die Kinder drehen. Oder das Ohr dann doch irgendwann mal ständig auf das Babyphone lauscht.
    Ja, die Momente als Paar sind wirklich rar geworden. Aber so ist es eben jetzt im Moment. Es wird auch wieder anders… Bald spielen die zwei so vertieft mit einem Kochlöffel, dass du dich fast ein bißchen überflüssig fühlen wirst. Oder unterhalten sich morgens gegenseitig, so dass ihr noch ein paar Minuten habt, in denen ihr euch auch mal wieder einfach nur anschauen könnt.
    Unsere zwei gehen seit sie drei Monate alt sind gegen sieben Uhr schlafen. In ihrem Zimmer… Das klappt gut und schafft uns zumindest einige Abende zu zweit. Auch wenn die momentan wieder eher selten sind, da gezahnt wird was das Zeug hält. Monate 4-6 werden berechtigt „Wonnemonat“ genannt. Genießt die Zeit, wenn sie da ist und öffnet euch dann auch mal wieder eine Flasche Wein. Mir gab das immer ein wenig das Gefühl von Urlaub 😉

  4. Felix hat auch mit ca 3 Monaten angefangen, früher ins Bett zu gehen (damals zwischen 19 und 20 Uhr, inzwischen irgendwann zwischen 19 und 21 Uhr) und zumindest bis zum ersten Stillen meist allein schlafen zu können. Seitdem haben wir meist wenigstens 1-2h am Abend für uns, und dann noch die kurze Zeit, wenn wir alle 3 im Bett sind und Felix schon wieder bzw noch schläft. Das war’s dann aber auch, von kurzen Momenten zwischendurch mal abgesehen. Bei den Tagschläfchen liege ich immer bei ihm (am Wochenende manchmal auch mein Mann), da er sonst zu schnell wieder aufwacht; und selbst beschäftigen geht höchstens ein paar Minuten lang.
    Ansonsten kann ich nur einen Ratschlag geben: schaut am besten jetzt schon nach nem Babysitter. Wir haben das versäumt und waren daher auch nach über 8 Monaten Elternsein noch nicht wieder als Paar weg.

  5. diese Gespräche über den Nachwuchs werden jetzt vermutlich immer irgendwie da sein … wenn auch nicht mehr so oft wie ganz am Anfang … aber unsere Eltern unterhalten sich ja auch noch über uns …
    das Finden als Paar wird automatisch wieder kommen … hauptsache es im Alltag nicht unter, das man auch nochmal zu Zweit was machen sollte …
    alles Liebe

  6. Liebe Emma,
    es ist ganz normal, dass sich am Anfang alles ums Baby dreht, vor allem wenn es das erste Kind ist/die ersten Kinder sind. Aber ich muss sagen, dass wir bei unserem zweiten Kind, das jetzt vier Monate alt ist, viel schneller wieder Zeit zu zweit verbringen konnten, und zwar nicht unbedingt außer Haus (wir haben unseren Kleinen noch nicht in andere Hände gegeben), sondern vielmehr zuhause, wenn die beiden gleichzeitig Mittagsschlaf machen oder wenn wir sie abends zur selben Zeit in ihre eigenen Betten legen. Beim ersten Kind hat man einfach noch das Gefühl, man dürfe es nicht allein lassen, weil man sich doch all die Monate so darauf gefreut hat und weil es doch noch so klein ist. Dabei ist es für die Kinder eigentlich gar nicht schlimm, für eine bestimmte Zeit nur mit sich selbst zu sein. Sie gewöhnen sich nur so schnell daran, dass immer jemand neben ihnen liegt, sie trägt oder bespaßt. Beim zweiten Kind sehe ich das viel entspannter. Der Kleine musste von Anfang an auch mal allein im Laufstall, im Bettchen oder in der Wippe liegen (der große Bruder fordert eben auch Aufmerksamkeit) und hat dabei ganz automatisch gelernt, mit sich allein zu sein, sein Mobilé in Ruhe zu betrachten, einfach vor sich hin zu glucksen oder sogar allein einzuschlafen.
    Ich denke, es ist wichtig, dass man seinem Kind ZUTRAUT, für sich allein sein zu können. Alle Babys brauchen viel Nähe, ja, aber es schadet ihnen auch nicht, sie z. B. allein in ihrem Bettchen schlafen zu legen oder von ihnen zu „verlangen“, dass sie sich kurze Zeit mit sich allein beschäftigen. Hat man aber einen Anfang gemacht, wird es immer wieder Momente geben, in denen man als Paar Zeit füreinander hat (wobei für mich auch schon eine gemeinsame viertelstündige Kaffeepause am Nachmittag wichtige gemeinsame Zeit ist!).

    Liebe Grüße
    Judy

  7. Gut, dass die Stimme da ist und euch erinnert – auch gut, sich damit keinen Stress zu machen. Acht Wochen sind doch wirklich nicht lange, gerade bei Zwillingen! Seid geduldig mit euch und euren Würmern. Irgendwie schleichen sich irgendwann die Zeiten, in denen man sich nicht mehr gefühlte 24 Std um seine Kleinen kümmern muss, ganz von alleine ein.
    Wichtig sind in dieser Zeit – wie ich finde – die kleinen Gesten. Vielleicht reicht es noch nicht für einen ganzen Abend nur zu zweit, aber eine Umarmung hier, ein spontaner langer Kuss im vorbei gehen da oder eine kleine Aufmerksamkeit als Mini-Überraschung helfen, sich als Paar nicht zu verlieren und die Verliebtheit zueinander im Alltagschaos weiter leben zu lassen. Klischee: aber mein Mann hat mir Blumen mitgebracht und ich hab fasr geheult vor Rührung, dabei bin ich eigentlich gar nicht so ein Blumenmädchen. Ich hab ihm dafür einen Schokoriegel mit Herz-Postet in seiner Arbeitstasche versteckt… Wie ich es so schreibe, klingt das alles irgendwie kitschig und wie Empfehlungen von einer Briefkastentante, aber bei uns hats tatsächlich geholfen 🙂

  8. Wieder so was, worüber fast niemand spricht/schreibt. Wo man denkt: warum hat mir das niemand vorher gesagt?
    Ist schon so, die erste Zeit ist sehr kinderfokussiert. Ich kann mich leider nicht mehr erinnern, wann wir wieder „ein Paar wurden“, aber es kam (vermutlich in etwa nach 3 Monaten, als ich nicht mehr unter Schmerzen abpumpte und völlig ausgelaugt war, besser schlief und normal essen mochte).
    Wichtig scheint mir, dass man den Partner immer wieder in den Arm nimmt und ihm sagt, wie gern man ihn hat, auch wenn man es nicht immer zeigen könne/die Zeit dafür fehle.

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