Eine Woche und einen Tag

Acht Tage lang bin ich nun Mutter. Das ist eine schrecklich kurzlange Zeit. Es ist, als wäre es nie anders gewesen und gleichzeitig ist alles neu, anders, aufregend.

In unserer Krankenhauszeit war es stressig und turbulent. Sie haben sich alle rührend um uns gekümmert, allerdings ging es dort zu wie im Taubenschlag. Zur Ruhe konnte man dort nicht kommen. Ich habe M. dort fast stündlich stillen müssen, A. spätestens alle zwei Stunden. Heute denke ich, dass das wegen dem Stress dort so war. Denn kaum waren wir zu Hause: Tada, ein drei bis vier Stundenrhythmus. Also haben wir in unserer ersten Nacht zu Hause mehr geschlafen als in der ganzen Woche (5 Tage) Krankenhaus. M. hat eine leichte Neugeborenengelbsucht entwickelt und musste eine Nacht in das Lichtbett, daher würde unser Aufenthalt dort ungewollt verlängert. Jetzt geht es aber Beiden sehr gut. Wir müssen sie nur noch sehr warm einpacken, da sie sonst ihre Temperatur nicht konstant halten. Sie nehmen gut zu und sind auch sonst putzmunter. Und ich bin so verliebt …

Eure Fragen aus den Kommentaren und Emails zum Geburtspost beantworte ich gern:

Ja, die Schmerzen waren unglaublich und ich muss sagen ich war ziemlich laut. Ich habe bei jeder Wehe geschrien, nach meinem Gefühl hat das ganze Krankenhaus mich gehört. Ich glaube Wehenschmerz lässt sich mit nichts vergleichen.

Ja, zwischendurch habe ich gedacht ich schaffe es nicht. Ich hatte wegen des Schreiens nur nicht genug Luft das auch zu sagen.

Ja, ich stille. Und das ist wirklich nicht immer schön. Heute darf ich meinen ersten Milchstau begrüßen, meine rechte Brustwarze ist mehr als mitgenommen, jedes Anlegen schmerzt. Aber es ist auch eine wunderschöne, intensive Zeit die ich nicht missen möchte. Meine Hebamme hat versprochen, dass nur die ersten fünf bis sechs Wochen so anstrengend sind. Wenn ich die durchhalte werde ich mit einer schönen Stillzeit belohnt. Ich hoffe, dass das stimmt.

Schön, dass ihr ein paar Details nicht so unschön fandet. Ich fand sie allerdings sehr unschön, als sie geschahen. Durchfall, keine Wehenpause… Das hatte ich mir ein bisschen anders vorgestellt. Ich würde es aber trotzdem genau so wieder machen.

A. lag auch in Schädellage. Sie hat sich ca. zwei Wochen vor Entbindung gedreht und blieb auch nach M.’s Geburt liegen, so dass ich sie auch ohne Kaiserschnitt bekommen konnte.

Ja, es ging relativ schnell dank Dauerwehen. Und einen Dammriss habe ich auch, weil es so schnell ging, ich nicht die Geduld hatte Presswehen zu veratmen und das Gewebe so keine Zeit hatte sich zu dehnen. Trotzdem: Gott sei Dank ging es schnell.

Wie Pienzmnaeschen so schön sagte: Eine Geburt ist eine Geburt ist eine Geburt. Es ist eine Ausnahmesituation, es ist nicht immer schön aber ich würde denselben Weg wieder gehen, wenn ich mich noch mal entscheiden müsste.

Und nun geh ich wieder die Mädchen kuscheln. 😉

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4 Kommentare zu “Eine Woche und einen Tag

  1. Liebe Emma, meine herzlichsten Glückwünsche zu Deinen Kindern! Ich lese sonst auch still mit, möchte aber doch ganz kurz einen Tipp geben, ohne den ich selbst wahrscheinlich das Stillen aufgegeben hätte. Zum Glück konnte ich mit meiner Tochter das Stillen üben, bevor dann meine hungrigen Zwillingsjungs zur Welt kamen (die ich am Ende ganze 16 Monate lang stillte), bei allen Dreien halfen mir jedenfalls Stillhütchen zum Schutz der schmerzenden Brust. Empfohlen werden die nur für eine kurze Zeit, aber das war mir egal, ich habe die ersten Monate komplett mit Stillhütchen gestillt, damit es nicht so weh tat. Irgendwann hab ich sie dann einfach weglassen können, ohne Saugirritatio en oder Ähnliches. Also, vielleicht ist das ja auch bei Dir einen Versuch wert, um Dich nicht so quälen zu müssen. Sehr empfehlen kann ich auch das Buch „Zwillinge stillen“ von Susanne Wittmair. Das hab ich während der Stilleinheiten nebenbei gelesen und es hat mir Mut gemacht. Ich drück Euch die Daumen!!! Und wenn es nicht klappt, ist es auch kein Beinbruch. Liebe Grüße!

  2. Das klingt doch alles sehr schön 🙂
    Ich hatte ja auch Probleme mit wunden Brustwarzen, die sogar gerissen sind. Hab mir dann Hilfe bei einer Stillberaterin gesucht, da von meiner Hebi da leider nicht viel kam, ausser dass das Anlegen gut aussehen würde.
    Sie hat mir folgendes geraten:
    – Multi-Mam-Kompressen für die Brustwarzen, oder die Hydro-Gel-Pads von Medela.
    – an den wunden Brustwarzen nicht nuckeln lassen. Zum Nuckeln die „heile“ Seite geben oder den kleinen Finger.
    – die wunde Seite „anpumpen“ bis die Milch fliesst, damit der Ansaugschmerz nicht so heftig ist und das Baby den Milchspendereflex nicht erst durch das heftige schnelle Saugen am Anfang auslösen muss.
    – evtl. ein Latch-Assist (von Lansinoh, kann man in der Apotheke bestellen, kostet ca. 7 Euro) verwenden um die Brustwarze vor dem Anlegen aufzurichten und die Milch evtl schon zum Fliessen zu bringen. Fand das Teil klasse, hab mir gleich 3 davon bestellt (für unten, für oben, für die Wickeltasche). Hab damit auch immer die paar Tropfen Milch „abgesaugt“, in denen wir die Vit D Tabletten aufgelöst haben.
    Bei mir hat es ca 2 Monate gedauert, bis das Stillen gut und schmerzfrei geklappt hat. Aber das lag zum grössten Teil daran, dass ich mir im KH Stillhütchen aufschwatzen liess und der kleine Kerl sich dann schon ne schlechte Saugtechnik angewöhnt hatte. Er musste das Trinken dann im Prinzip neu lernen.
    Kuschelt schön und genieß die magische Anfangszeit, so anstrengend sie auch ist!

  3. Herzlichen Glückwunsch zu den Zwillingen! Du wirst das toll meistern, da bin ich mir sicher.
    Das Stillen hat bei mir nur die erste Zeit weh getan und meine wunden (blutigen…) Brustwarzen behandelte ich mit einer Brustwarzensalbe von Avent – ruck zuck war da wieder alles ok 🙂

    ich wünsche euch noch eine tolle Kennenlern- und Stillzeit!

    Lg vom Mamamulle-Blog (:

  4. halte durch, frischgebackene mama. 🙂
    das wird, das WIRD!!
    mach dir keine gedanken und versuche, die zeit auszuhalten. dass du zwillinge stillst ist schon wirklich wahnsinnig toll und da darf man auch mal ein wehwehchen haben. bei jeder mama ist das stillen am anfang schwierig, aber ich kann dir sagen, mir ging es genauso und nun (tochter von knapp 12 monaten) genießen wir das stillen immer noch. 🙂
    alles gute für euch!!! ❤

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