Von Sorgengerüsten, die bis in den Himmel wachsen.

(Immer noch kein Internet zu Hause. Gnarf… Also bleibt nur mühsames Smartphonegetippe. Aber es gibt eben was zu erzählen.)

Ich war zwischendurch eine wirklich entspannte Schwangere, so wie ich mir das immer gewünscht habe. Aber das kann sich von jetzt auf  gleich ändern, besonders gern an Feiertagen und/oder Wochenenden.

Karfreitag wurde der Grundstein für das Sorgengerüst gelegt, plötzlich waren da unangenehme Wehen am Abend. Übungswehen habe ich schon eine Weile, die waren aber immer schmerzfrei. Das hier war anders. Nichts Regelmäßiges, auch nicht besonders schmerzhaft, aber unangenehm. Und nach jeder Kontraktion waren zwei aufgeregte Wundermädchen in meinem Bauch. Also wurde ich unruhig, zog meine Schwangerschaftsbücher zu Rate und tippte nach der Lektüre auf Senkwehen. Noch fix ein bisschen Magnesium mehr eingeworfen, dem Wundermann gesagt, dass wir ins Krankenhaus fahren wenn es nicht besser wird und schlafen gelegt. Die Nacht war ruhig, als ich jedoch morgens aufstand hatte ich ein unglaubliches Druckgefühl im Becken. Und schon wuchs das Sorgengerüst. Ich rief meine Hebamme an, sprach ihr aufs Band und überlegte die ganze Zeit hin und her ob ich ins Krankenhaus fahren soll oder nicht. Ich hatte keine Wehen aber irgendwas war „nicht richtig“. Endlich meldete sich meine Hebamme, befragte mich noch einmal genau und tippte auch auf Senkwehen. Sie schlug vor mich zu untersuchen, erklärte mir aber auch, dass Senkwehen in diesem Schwangerschaftsstadium normal seien. Das Druckgefühl stamme vermutlich von einem Köpfchen, dass es sich dort gemütlich gemacht habe. Es sei aber überhaupt kein Problem, mich zu untersuchen. Ich entschied mich dagegen, der Bauch hatte sich schließlich beruhigt und das Druckgefühl war erklärbar. Und ich will ja versuchen nicht so hysterisch zu sein. Abends hatte ich dann wieder zwei Wehen, die mich direkt wieder in Zweifel stürzten, dann war aber wieder Ruhe. Ich habe mich viel geschont, Bryophyllum genommen, etwas mehr Magnesium als sonst und heute ist da auch kein Druck mehr.

Heute bin ich bei 32+1. Die Ärztin aus der „Notfallklinik“ hat gesagt, dass sie ab 33+0 eine Geburt nicht mehr aufhalten. Senkwehen können (wie immer) alles heißen: Dass es bald los geht oder dass wir noch vier bis sechs Wochen Zeit haben. Ich bin unruhig und hoffe, die Wundermädchen bleiben noch ein bisschen.

Liebe kleine Wundermädchen,

wie wäre Ende April, so als Kompromiss? Mai würde mir zwar besser gefallen, aber wir können uns ja in der Mitte treffen. Bitte bleibt noch und sammelt genug Kraft für das Leben hier draußen. Ich verspreche auch es euch möglichst gemütlich zu machen. Morgen schaut die Hebamme nach euch. Hoffentlich habe ich richtig entschieden.

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5 Kommentare zu “Von Sorgengerüsten, die bis in den Himmel wachsen.

  1. Liebes Sorgengerüst vom Emma sei stark und halte die Sorgen fest!
    Liebe Emma und ihr zwei Wundermächen haltet durch-wir drücken euch alle verfügbaren Daumen und hoffen dass morgen alles in bester Ordnung ist!
    LG

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