Da bin ich wieder.

Der letzte Post ist schon ein Weilchen her und es ist viel passiert. So viel, dass es vermutlich für mehrere Posts reichen würde, aber ich versuche mich einfach mal kurz zu fassen.

Nach meinem Gespräch mit der Hebamme letzten Donnerstag, von dem ich euch im letzten Post erzählte, waren der Wundermann und ich zur offiziellen Kreißsaalbesichtigung im Wunschkrankenhaus mit der Kinderklinik im Anschluss und den 30 min Fahrtzeit. Diese verlief sehr positiv, so dass wir eigentlich dachten, dass es wieder in Frage käme dort zu entbinden. Wir haben im Anschluss noch kurz das Gespräch mit der Hebamme, die uns geführt hat, gesucht und haben sie gefragt ob spontane Entbindungen dort möglich sind (Ja, das seien sie) und wann ich als Zwillingsschwangere mich dort vorstellen und anmelden soll (am Besten rufen Sie direkt morgen an um einen Termin zu vereinbaren), da die 35. SSW, wie sie im Vortrag vorher als der richtige Zeitpunkt empfohlen wurde, mir etwas spät erschien. Gesagt, getan. Am nächsten Morgen rief ich also an und bekam sofort einen Termin für Dienstag. Das erschien mir schon komisch, denn in der 28.SSW kann noch keiner wissen, wie die Kinder letztlich liegen und ob eine spontane Geburt möglich ist. Aber darüber reden kann man ja mal, nicht wahr? Daher bin ich gemeinsam mit meiner Schwester hin, der Wundermann musste leider arbeiten. Zuerst erwartete uns ein totales Anmeldechaos (alleine das wäre schon einen Blogpost wert…) und dann eine sehr leise, mit ausländischem Akzent sprechende Oberärztin, die ich nur schwer verstehen konnte. Versteht mich nicht falsch, eine nicht deutsch stämmige Ärztin macht mir nichts aus, aber die Kombination mit der Lautstärke machte unsere Kommunikation echt schwierig. Der Untersuchungsraum war nach der vorherigen Patientin nicht aufgeräumt worden, so dass sich noch Blut am Boden befand und das Papier auf der Untersuchungsliege auch nicht ersetzt worden war. Die Ärztin bat mich direkt auf die Liege, so dass ich zuerst selbst das Papier erneuerte. Dann begann sie kommentarlos zu schallen. Sie sprach tatsächlich kein Wort und ich bin meinem Frauenarzt unendlich dankbar, dass er immer so viel erklärt, dass ich die Bilder ungefähr deuten konnte. Sonst wäre ich vor Angst wahrscheinlich durchgedreht. Erst, als ich fragte, ob sie gerade die Babies vermisst, fing sie sehr spärlich an zu sprechen. (Die Beiden waren 37 cm groß und 970 bzw 1040g schwer). Als sie mit der Untersuchung fertig war, wollte sie gehen, aber ich war doch schließlich gekommen um ein Gespräch zu führen und hatte das auch ausdrücklich bei der Terminvereinbarung gesagt. So rief ich hinter ihr her, dass ich eigentlich mit ihr über die verschiedenen Entbindungsmöglichkeiten sprechen wollte und was in diesem Krankenhaus möglich sei. Die Ärztin kam tatsächlich zurück und setzte sich noch einmal, kommentarlos natürlich. Ich erklärte ihr dann, dass ich mir eine spontane Geburt wünsche und gern wissen würde, wie das KH dazu steht. Die Antwort lautete, dass sie das noch nicht entscheiden könne (verstehe ich, dafür ist es natürlich noch zu früh) und führte diverse Gründe, die für einen Kaiserschnitt sprechen würden, auf und dass dieser dann in der 37. SSW stattfände. Sie wolle mich nun alle zwei Wochen sehen um den Schwangerschaftsverlauf zu beurteilen und würde mir dann in der 35.SSW mitteilen wie ich entbinde. Darüber, wie eine spontane Zwillingsgeburt abläuft und ob es einen Zeitpunkt gibt, an dem sie spätestens einleiten würden, verlor sie kein einziges Wort. Sie ging und da saß ich nun mit meinen 100 Fragen.

 

Am Donnerstag war ich dann wieder bei meiner Hebamme, weil ich mir nicht sicher war, wie ich das alles deuten sollte. Nach dem Gespräch war klar, dass ich nicht dort entbinden werde. Die Gründe dafür sind verschieden. Zum Einen habe ich nicht das Vertrauen hin das Krankenhaus, dass sie mich richtig beraten und überhaupt bereit sind, den Weg mit mir zu gehen, wenn nichts dagegen spricht. Dann finde ich es total unnötig, dort alle zwei Wochen zur Untersuchung dort hin zu fahren, schließlich werde ich hier auch alle zwei Wochen von meinem Frauenarzt untersucht und das Krankenhaus kann eh erst über den Entbindungsweg entscheiden, wenn klar ist wie Beide letztendlich liegen. Ich verstehe die Vorgehensweise dort nicht und fühle mich einfach nicht mehr wohl. Also habe ich mich dagegen entschieden.

Meine Lieblingslösung ist immer noch die Entbindung mit meiner Hebamme, ich werde mich aber noch in einer der weiter entfernten Krankenhäuser vorstellen, falls ein Notfallplan nötig ist.

Tja, alles komplizierter als gedacht. Je näher die Geburt rückt, desto nervöser werde ich. Ich hoffe, ich fühle mich mit dem Notfallplan wohl, wenn ich dort gewesen bin…

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5 Kommentare zu “Da bin ich wieder.

  1. Was für eine blöde Ärztin…
    Da macht man extra nen Termin aus und dann nimmt sie sich dennoch keine Zeit.
    Deine Hebamme klingt toll und wenn du zu ihr das größte Vertrauen hast, dann wird das der richtige Weg sein.

      • Gibts ja nicht! 😦 hab ihren blog sehr gerne mitverfolgt wie alle anderen auch… Ist sie denn nun schwanger? Oh je die arme…

        Mein ET ist übrigens am 25.05.2013 🙂 gibt ein Mai-mädchen bei uns 🙂

        Wünsche euch alles gute liebe Emma!

  2. Sie war es wohl. Und dann kann man so was kaum gebrauchen. :/
    Dann hast du ja einen Tag früher ET als ich! 🙂 Wobei ich es nicht ganz bis dahin schaffen werde… 😉 Ich wünsche euch auch alles Gute!

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