Jahresrückblick 2012

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?

Von 1-10 war eigentlich alles dabei. Das Jahr hielt viele Höhen und Tiefen bereit und jede Menge Gefühlsachterbahn.

2. Zugenommen oder abgenommen?

Die schwangerschaftsbedingte Übelkeit hat mich ein bisschen Abnehmen lassen, nun nehme ich langsam zu. Jedoch liege ich jetzt gerade erst bei meinem Vorschwangerschaftsgewicht.

3. Haare länger oder kürzer?

Weder noch.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Ich befürchte kurzsichtiger. Macht das auch die Schwangerschaft?

5. Mehr Kohle oder weniger?

Gleich viel.

6. Besseren Job oder schlechteren?

Immer noch den Gleichen, gerade jedoch bin ich im Beschäftigungsverbot.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?

Puuuh, schwer zu sagen. Ungefähr gleich viel, vielleicht ein bisschen mehr.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn ja, was?

Gewonnen im klassischen Sinne habe ich nichts, aber ich habe trotzdem den doppelten Hauptgewinn bekommen. 😉

9. Mehr bewegt oder weniger?

Weniger, ich war und bin zum vielen Liegen gezwungen.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

Ich weiß es gar nicht. Ich glaube bis auf nen Schnupfen war ich gesund.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?

Schnupfen ist immer blöd, oder?  Ich jedenfalls fühle mich dann immer richtig krank.

12. Der hirnrissigste Plan?

Ich schätze, dass ich die Wandertour auf dem Appalachiantrail buchen wollte ohne zu wissen, ob ich schwanger bin.

13. Die gefährlichste Unternehmung?

Kann man die ständigen OP’s und Untersuchungen in Bezug auf den Kinderwunsch gefährlich nennen? Dann würde ich die nennen, wobei die schmerzhafteste und traumatischste die Gebärmutterspiegelung ohne Narkose im Januar war. Wobei die insgesamt 3 Narkosen dieses Jahr sicherlich nicht ungefährlich waren.

14. Die teuerste Anschaffung?

Mmmh. Ich glaube wir haben sehr viel Geld für die Kinderwunschbehandlung ausgegeben. Ansonsten waren wir sehr sparsam.

15. Das leckerste Essen?

Das, was der Wundermann mir kocht.

16. Das beeindruckendste Buch?

Da fällt es schwer sich zu entscheiden. Es waren so viele. Gefesselt hat mich dieses Jahr die Reihe von Maggie Stiefvater, Nach dem Sommer Ruht das Licht In deinen Augen.

17. Der ergreifendste Film?

Wie beim ersten Mal. Da liefen im Kino Tränen, ungehemmt. Wobei das bestimmt auch ein bisschen hormonbedingt war.

18. Die beste CD?

Da kann ich mich überhaupt nicht entscheiden… Musik ist immer sehr stimmungsabhängig und bunt gemischt in meinem Leben.

19. Das schönste Konzert?

Alle waren schön, aber wenn ich mich entscheiden muss war es wohl das von den Sportfreunden Stiller in Köln.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?

Den Haustieren und dem Wundermann.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?

Dem Wundermann.

22. 2012 zum ersten Mal getan?

Vieles den Kinderwunsch betreffend und die Schwangerschaft natürlich. Bizarre Sachen wie Bauch- und Gebärmutterspiegelung, und schöne wie der erste 3D-Ultraschall oder überhaupt jeder Babyultraschall. Ich habe zum ersten Mal jemand Anderem als dem Wundermann gesagt, dass ich schwanger bin. Ich bin zum ersten Mal im Beschäftigungsverbot.

23. 2012 nach langer Zeit wieder getan?

Handarbeiten.

24. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Das Gefühlschaos dieses Jahres; die Angst, die so oft mein Begleiter war und den Verlust einer guten Freundschaft.

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Den Wundermann von einem letzten IVF-Versuch überzeugen und vor allem davon, dass genau jetzt der richtige Zeitpunkt ist und ich das emotional auch schaffe.

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Ich habe Freunden, die gerade eine tiefe Ehekrise erleben, Zeit geschenkt, die sie ohne ihre Kinder für sich nutzen konnten.

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Am meisten habe ich mich über das Geschenk dieser wundervollen Leserin gefreut, die mir völlig selbstlos Medikamente für unseren letzten IVF-Versuch geschickt hat. Das hat mich völlig überwältigt und ich bin immer noch unglaublich dankbar.

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

“Frau Wunder, sie sind wirklich schwanger.“

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

“Ich bin schwanger. Und dieses Mal ohne „Aber“.“

30. Dein Wort des Jahres?

Wunderwesen

31. Dein Unwort des Jahres?

Weltuntergang.

32. Deine Lieblingsblogs des Jahres?

Mich hat dieses Jahr so viel bewegt, ich durfte so oft teilhaben und mitfiebern, ich lese mittlerweile so viele Blogs,  auch wenn nicht alle im Blogroll zu finden sind.(Ja, ich sollte wohl mal Ordnung machen…) Ich lese euch alle gern, sonst würde ich euch nicht so oft besuchen kommen. 🙂

Ihr Lieben,

ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und wünsche euch, dass viele viele Herzenswünsche wahr werden.

Eure Emma

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Zeit

2012 neigt sich dem Ende. Es war ein ereignisreiches Jahr voller Höhen und Tiefen. Auch dieses Jahr beschäftigte uns, wie bereits seit fast vier Jahren, unser großer Wunsch nach einem Kind, danach Eltern sein zu dürfen. Wir sind einen weiten Weg gegangen, der Wundermann und ich. Belohnt wurden wir dafür doppelt: Wir sind anerkannte Bewerber für eine Adoption oder Dauerpflege, was uns sehr wichtig ist. Wir freuen uns von Herzen auf dieses Kind, dass eines Tages seinen Weg zu uns finden wird. Und ich darf gerade zwei Wunderwesen in meinem Bauch heranwachsen lassen, was nach den vielen Behandlungen, Tränen, Enttäuschungen und Hoffnungen das größte Wunder für uns ist.

Heute ist Heiligabend. Heute, vor genau acht Jahren, haben der Wundermann und ich zueinander gefunden. Wenn ich auf diese Zeit zurückblicke, bin ich voller Dankbarkeit und Liebe, denn er war immer da und wir haben alle Hürden, die das Leben bisher für uns bereit hielt, gemeinsam geschafft. Ich habe nicht den leisesten Zweifel daran, dass wir gemeinsam alt werden und unseren Weg Hand in Hand gehen.

Ihr Lieben, auch ihr habt mich ein Stück auf meinem Weg begleitet, und dieses Stück Weg war ein besonders Schwieriges. Ich danke euch für alles, für das Zuhören („zulesen“), für eure Anteilnahme, die vielen Kommentare und vor allem für das Gefühl nicht allein damit zu sein. Ich wünsche euch allen ein Weihnachtsfest mit Menschen die ihr liebt und ein bisschen Zeit um innezuhalten, um die vielen schönen Momente ganz fest zu halten; denn sie sind da, auch in schwierigen Zeiten.

Mich erwartet ein Fest voll mit Familie, vielen Besuchen und ein bisschen Stress, weil es einfach sooo viele Termine sind. Ich freue mich darauf. Auf alles.

Ich komme zu nix…

Ihr Lieben,

hier ist gerade echt der Wurm drin. Ich, im Beschäftigungsverbot, versinke gerade ein bisschen im Chaos und komme zu nix. Ich hatte so viele Pläne (Plätzchen backen, Weihnachtsmarmelade kochen, nähen, vielleicht ein bisschen stricken, Freunde treffen und den alltäglichen Wahnsinn bewältigen) und umgesetzt ist nahezu gar nix. Ich komme kaum dazu, alle Blogs zu kommentieren (lesen tue ich sie jeden Tag), geschweige denn einen eigenen Eintrag zu posten. Und dabei habe ich so viel zu erzählen… Woran es liegt? Ich weiß es auch nicht.  Ich stehe auf und zack! ist es schon wieder Abend und meine Wenigkeit völlig kaputt. Der alltägliche Wahnsinn scheint mich voll zu beschäftigen…

Aber nun mal der Reihe nach. Als erstes ein Dankeschön für den vielen Zuspruch, der hat wirklich gut getan und meine Meinung noch einmal verfestigt. Ich bleibe so lange zu Hause und die Meinungen der Anderen perlt nun besser an mir ab.

Dann zu den wichtigen Neuigkeiten: Letzten Donnerstag (jaja, ich weiß, Asche auf mein Haupt…) hatte ich wieder einen Vorsorgetermin, den der Wundermann natürlich begleitet hat. Meine kleinen Wunderwesen sind fröhlich und nun ungefähr so groß wie eine Banane und auch in etwa so schwer. Sie sind gleich groß, damit wohl auch gleich gut versorgt. Mein Blutdruck ist nun in einen Bereich der den Arzt nicht mehr die Stirn runzeln lässt, mein Eisenwert ist trotz Tabletten stark gesunken, so dass ich jetzt zwei von den Dingern nehmen muss. Und wir haben ein sehr vorsichtiges Outing bekommen: Vermutlich erwarten wir zwei Mädchen. Der Arzt betonte, dass er sich nicht ganz sicher ist, weil die Beiden arg zappelig waren und eines sich ein wenig unter dem Schambein versteckte, sich nicht richtig zeigen wollte und wir auf keinen Fall schon rosa Sachen kaufen sollen, aber er glaubt, es sind zwei Mädels. Meine Schwiegermutter lässt sich von solchen Eventualitäten natürlich nicht aufhalten und hat gestern rosa Wolle eingekauft. Hab sie vorsichtig erinnert, sie hat aber abgewunken und glaubt fest an die Mädchen. Dann wollen wir mal hoffen, dass es nicht doch Jungs werden, die dann rosa Mützchen tragen müssen…

Ich bin unglaublich glücklich gerade, den Wunderwesen geht es prima, mir geht es auch sehr viel besser, mein Gebärmutterhals liegt bei 5cm (YIPPIEH!) und ich glaube, dass ich die Beiden schon ab und an spüren kann. Sie kitzeln mich ganz zart, manchmal stupst auch etwas. Das Verliebtsein und die Ungeduld wächst jeden Tag.

Liebe kleine Wunderwesen,

egal was ihr seid, ihr werdet sooo sehnsüchtig erwartet. Und ich hoffe ihr verzeiht eurer Oma die rosa Sachen, falls ihr doch zwei Wunderjungs seid.

Wildes Durcheinander

Ich bin nun in der 16. Woche schwanger, heute zähle ich 15+5. Ich dachte, wenn ich schwanger bin habe ich unendlich viel Zeit für Alles, aber ich muss ehrlich zugeben, dass ich noch nicht mal annähernd das schaffe, was ich sonst neben der Arbeit erledigt habe. Es geht mir zwar besser, keine Blutungen und keine Übelkeit mehr, jedoch lasten mich klitzekleine Aufgaben für einen ganzen Tag aus. Wenn ich dann noch ein Freundinnenfrühstück oder -kaffee an einem Tag geplant habe schaffe ich es kaum  noch irgendwie produktiv zu sein. Nachts schlafe ich außerdem sehr schlecht (Vorbereitung auf das was kommt?), so bin ich dauernd müde und das ist nicht gerade förderlich. Wenn ich meine Müdigkeit ignoriere folgt die Strafe auf dem Fuße: Der Bauch zieht dann und zwingt mich so zum Ausruhen. Also passe ich besser auf uns auf und gewöhne mir schon jetzt etwas von meinem „Ich hab´s gern ordentlich und sauber“ ab.

Gerade habe ich so eine Phase, wo ich es schrecklich unwirklich finde, dass Leben in mir wächst. Ja, meinem Bauch kann ich beim Wachsen zusehen und die anderen Wehwehchen habe ich euch bereits beschrieben. Aber ich kann die Wunderwesen noch nicht spüren und ich weiß ja auch noch nicht, ob ich Mädchen, Jungs oder Beides erwarte (das wissen wir dann endlich nächste Woche…). So verrückt es klingt, diese schreckliche Übelkeit und die Blutungen haben es irgendwie realer für mich gemacht. Also befinde ich mich gerade in so einer Art Schwebezustand. Der Wundermann beschäfigt sich schon seit Wochen mit der Namensfrage, ich kann das noch gar nicht so richig. Ob das nächste Woche besser wird, wenn die Wunderwesen sich geoutet haben?

Und da gibt es noch so ein Erlebnis, dass ich teilen möchte. Ich befinde mich in der glücklichen Lage einen sicheren Job zu haben, der außerdem sehr familienfreundlich ist. Der Wundermann ist selbstständig und arbeitet schrecklich viel. Seitdem wir wissen, dass wir Zwillinge erwarten, haben wir trotzdem entschieden, dass ich drei Jahre Elternzeit nehme, denn ich möchte weder meine Zwerge Fremden anvertrauen noch unsere Eltern um Betreuung bitten, damit wir Beide arbeiten können. Ich denke halt, dass unsere Eltern ihre Kinder schon groß gezogen haben und zudem sind sie alle noch berufstätig. Ich könnte zwar am Nachmittag arbeiten, jedoch möchte ich das einfach nicht von ihnen verlangen sondern wünsche mir, dass sie gern auf sie aufpassen, wenn mal Termine oder andere Dinge anstehen. Wir haben ein bisschen hin- und hergerechnet und wir befinden uns in der glücklichen Lage, das finanziell hinzubekommen. Es wird zwar eng und so etwas wie Urlaub wird so lange ausfallen müssen, aber es wird gehen. Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht, denn schließlich kann es der Wundermannfirma plötzlich nicht mehr so gut gehen und somit gehen wir da ein relativ hohes Risiko ein. Ich glaube aber ganz fest, dass es gehen wird und dass wir glücklich sein dürfen, dass ich meinen Wunderwesen das ermöglichen kann. Ich empfinde das als Luxus und hoffe, dass es die richtige Enscheidung ist. Leider treffen wir in unserem Umfeld dazu nicht auf viel Verständnis, gerade die Menschen, die direkt nach dem ersten Jahr wieder arbeiten gegangen sind kritisieren uns scharf, oder noch schlimmer, unterstellen  uns, dass wir es ja nicht nötig haben, (ja, unser Geld wächst auf Bäumen…), dass ich arbeiten gehe. Das schmerzt mich sehr. Ich habe so lange auf dieses Wunder gewartet und will es schlicht genießen und hoffe, dass es auch gut für die Wunderwesen ist, wenn ich da bin. Natürlich hat eine Fremdbetreuung auch Vorteile und ich habe auch nichts dagegen, wenn Mütter und Väter überhaupt keine Elternzeit nehmen, nur ich will es eben anders und mein Wundermann will es möglich machen. Mein Gehalt wird uns sicherlich fehlen und wir werden gut haushalten müssen. Ich weiß, dass keiner von uns in der Vergangenheit zum Spaß arbeiten gegangen ist und das verdiente Geld eigentlich überflüssig war. Wir hatten früher auch schlechte Zeiten, wo wir kaum über die Runden kamen und daher wissen wir einfach, dass wir es schaffen diese Zeit finanziell zu überbrücken. Und wenn es ganz schlecht läuft, gibt es immer noch den Bausparvertrag, der uns eine Weile retten kann. Schrecklich, wie solche Aussagen mich verletzen und ich es überhaupt nicht verstehen kann, warum gerade die, die Eltern sind, so argumentieren. Ist es Neid? Oder woher kommt das? Manche menschliche Züge werde ich wohl nie verstehen.

(Ich hoffe, ihr könnt mein Gedankenwirrwarr nachvollziehen. Das musste einfach mal raus.)